Promis bei "Wer wird Millionär?": Bülent Ceylan schlecht integriert – zum Glück
zuletzt aktualisiert: 19.11.2010 - 07:29Düsseldorf (RPO). Vier Prominente haben sich Günther Jauchs Fragen gestellt. Stephanie zu Guttenberg erreichte mit 500.000 Euro das beste Ergebnis. Jens Lehman, Ina Müller und Bülent Ceylan sammelten 125.000 Euro für den guten Zweck.
Der Reiz des Prominenten-Specials liegt in drei Dingen: Wie viel Geld wird für den wohltätigen Zweck gesammelt? Wann blamiert sich der Prominente? Und welche Überraschungen passieren während der Sendung? Nach diesen drei Kriterien blieb das Prominenten-Special von „Wer wird Millionär?“ diesmal blass.
Sicher, es gab auch in dieser Sendung wieder überraschende Erkenntnisse. Beispielsweise plauderte Ina Müller aus, dass sie schon 0,2 Promille Alkohol im Blut habe, bevor ihre TV-Sendung beginnt. Auch bei Günther Jauch bestellte sie ein Bier – als Belohnung für die richtige Antwort auf die 64.000-Euro-Frage.
Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann beichtete, dass er manchmal zuhause das gleiche Verhalten an den Tag lege wie auf dem Fußballplatz – seine Familie leide darunter. Stephanie zu Guttenberg musste zugeben, dass sie mit dem Begriff Besenwirtschaft gar nichts anfangen konnte, zeigte dabei aber viel Perfektion bei der Zuordnung von Kinderbüchern und Schlümpfen.
Bülent Ceylan konnte mit den Volkssängerinnen Maria und Margot Hellwig nichts verbinden, was Moderator Günther Jauch als Zeichen für die nicht vollständige Integration von Türken in Deutschland bewertete. Dabei gehörte der türkischstämmige Comedian noch zu den witzigeren Kandidaten.
Ceylan zog immer wieder Parallelen zum Einbürgerungstest und bot Günther Jauch das „Du“ an, was dieser ablehnte. Auch Ina Müller versuchte komisch zu sein und nörgelte als erstes über ihren Stuhl: „Für adipöse Kleinwüchsige sehr, sehr unbequem“.
Jens Lehmann und die Freifrau zu Guttenberg beschränkten sich auf die Rolle des klassischen Kandidaten, wenigstens Günther Jauch hatte sich etwas Nettes überlegt, als er dem ratlosen Jens Lehmann plötzlich einen Zettel zusteckte, so wie damals beim erfolgreichen Elfmeterschießen in der WM 2006. Geholfen hat das nicht – weder dem ratlosen Kandidaten noch dem Esprit der Sendung.
Auch andere Blamagen blieben aus: Sportmoderator Reinhold Beckmann als Telefonjoker wusste, welche Bundesliga-Traditionsmannschaft in der 80er Jahren dreimal absteigen musste (Schalke 04). Stephanie zu Guttenberg benötigte einen Tipp von Jens Lehmann zur Position von Bayern-Spieler Franck Ribery.
Wie immer bei „Wer wird Millionär?“ spielten auch diesmal in den Fragen die Namen von Apfelsorten, Pilzen und Fischen eine große Rolle. Der deutsche Vorfahre von Elvis Presley (Pressler) war für das Publikum als Joker ebenso wenig ein Problem wie der Geburtsname von Martin Luther (Luder). So blieb es bei drei Überraschungen: Es gab einen Papst, dessen Vater ebenfalls schon Papst gewesen war. Es gab eine Zuschauerin, die gleich zweimal als persönlicher Publikumsjoker Recht hatte.
Und auf Günther Jauchs Bildschirm stehen manchmal klare Anweisungen: „Nicht ewig rumjammern, wenn sie es nicht weiß“, war dort bei Ina Müller zu lesen. Das gibt es bestimmt nur beim Prominenten-Special.
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