Christopher Street Day: Bunte Parade zieht durch Berlin
zuletzt aktualisiert: 27.06.2009 - 21:59Berlin (RPO). Die Parade zum Christopher Street Day (CSD) ist am Samstag durch Berlin gezogen. Schwule, Lesben und Transsexuelle waren zu dem Aufzug durch die City-West unter dem Motto "Stück für Stück ins Homoglück - Alle Rechte für Alle!" gekommen. Die Veranstalter sprachen von insgesamt 550.000 Teilnehmern und Zuschauern - im vergangenen Jahr waren es 450.000.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte vor Beginn der Veranstaltung, es sei überfällig, dass das Grundgesetz um die Passage "Schutz und Anerkennung der sexuellen Identität" ergänzt werde.
Allerdings sehe er derzeit keine Realisierungschancen in Bundestag und Bundesrat, fügte Wowereit hinzu. Es fehle eine Zwei-Drittel-Mehrheit, denn CDU und CSU lehnten die Forderung ab. "Aber wir werden kämpfen", fügte der Regierungschef hinzu, der mit seinem Lebensgefährten Jörn Kubicki an dem Aufzug teilnahm.
Die Teilnehmer der CSD-Parade, darunter viele fantasievoll kostümierte und geschminkte Männer und Frauen, wollten vom Kurfürstendamm durch die City West, über den Potsdamer Platz, vorbei am Brandenburger Tor bis zur Siegessäule ziehen. Dort war für den Abend eine Abschlusskundgebung geplant. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) und der Wiener Jurist Helmut Graupner sollten am Abend von den CSD-Initiatoren den Zivilcouragepreis 2009 bekommen.
CSD-Paraden gehen auf Homosexuellen-Proteste gegen Polizeiwillkür Ende Juni 1969 in der New Yorker Christopher Street zurück. In Berlin wurde der CSD zum 31. Mal gefeiert.
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