Farrah Fawcett erliegt Krebsleiden: "Charlies Engel" hat den Kampf verloren
zuletzt aktualisiert: 25.06.2009 - 18:55Düsseldorf (RPO). Drei Jahre lang hat "Charlies Engel" tapfer gegen den Krebs gekämpft. Am Donnerstag ist Schauspielerin Farrah Fawcett in einem Krankenhaus in Los Angeles gestorben. Die Blondine mit der Löwenmähne rührte die Welt mit dem tragischen Dokumentarfilm "Farrah's Story" über ihre Krankheit zu Tränen.
Fawcett wurde in den 70er Jahren mit der Fernsehserie "Drei Engel für Charlie" weltweit bekannt und zum Sexsymbol. Vor drei Jahren wurde bei ihr Darmkrebs diagnostiziert, der sich zuletzt immer weiter ausgebreitet hatte.
Am Ende war die Schauspielerin laut ihrem langjährigen Lebensgefährten Ryan O'Neal ("Love Story") ans Bett gefesselt und hatte ihre berühmten blonden Locken verloren. O'Neals Aussage, dass die Behandlung weitgehend eingestellt worden sei, wurde jedoch von einer Sprecherin Fawcetts im Mai dementiert.
Die Ex-Frau des Schauspielers Lee Majors ("Ein Colt für alle Fälle") hatte 2006 die Diagnose Krebs erhalten. Die Therapie schien zunächst Erfolg zu haben. Im Mai 2007 kehrte der Krebs jedoch zurück und breitete sich unter anderem in die Leber aus. Die Schauspielerin suchte daraufhin auch bei Ärzten in Deutschland Hilfe. 2001 war bereits Fawcetts ältere Schwester Diane an Lungenkrebs gestorben.
Obwohl sie die Privatermittlerin Jill Munroe ab 1976 nur eine Staffel lang verkörpert hatte, ist "Drei Engel für Charlie" bis heute Fawcetts berühmteste Arbeit geblieben. In der Gunst der männlichen Zuschauer ließ die blondgelockte Sexbombe ihre brünetten Kolleginnen Jaclyn Smith und Kate Jackson weit hinter sich. US-Schüler wählten das texanische Model gar zur am meisten bewunderten Persönlichkeit.
Nach ihrem Abschied von der Serie wagte sich Fawcett an starke und kontroverse Frauenfiguren, die ihr auch den Respekt der Kritiker einbrachten. Als Missbrauchsopfer im Kinofilm "Extremities", das sich an seinem Peiniger rächt, erhielt sie 1987 eine von insgesamt sechs Golden-Globes-Nominierungen.
Im selben Jahr war sie auch als Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld in dem Fernsehdrama "Verfolgt und gejagt" nominiert. Zwei Jahre darauf spielte Fawcett im TV-Zweiteiler "Small Sacrifices" an der Seite O'Neals eine Mutter, deren drei Kinder bei einem Überfall angeschossen werden. Wie sich später herausstellt, war die Frau selbst die Täterin.
Der Durchbruch bleibt aus
Trotz dieser Achtungserfolge blieb Fawcett der große Durchbruch auf der Leinwand verwehrt. In den 90er Jahren machte sie vor allem mit Nacktfotos im "Playboy" und der turbulenten Beziehung mit O'Neal von sich reden.
Hinzu kamen Gerüchte um Drogenmissbrauch, nachdem Fawcett bei Talkmaster David Letterman lallend und wirr aufgetreten war. Ihre letzte große Kinorolle hatte Fawcett 2001 in Robert Altmans Komödie "Dr. T and the Women" an der Seite von Richard Gere. 2005 präsentierte sie ihr Privatleben in einer Realityshow.
Die Schauspielerin hatte bis zuletzt versucht, ihrer Erkrankung ohne Bitterkeit zu begegnen. "Ich halte mich an der Hoffnung fest, dass es irgendeinen Grund gibt, warum ich Krebs bekommen habe", hatte Fawcett gesagt.
Sie hinterlässt neben O'Neal den gemeinsamen, 1985 geborenen Sohn Redmond. Er war im April 2009 zum wiederholten Male wegen Drogenbesitzes festgenommen worden - eine Nachricht, die sein Vater nach eigener Aussage Fawcett verschwiegen hat, um sie zu schonen.
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