Star aus "Inglourious Basterds": Christoph Waltz wird kein "Tatort"-Kommissar
zuletzt aktualisiert: 19.08.2009 - 13:36München (RPO). Schauspieler Christoph Waltz schließt eine Ermittlerrolle in der ARD-Krimireihe "Tatort" aus. "Das ist völliger Unsinn, ich werde kein 'Tatort'-Kommissar", sagte der 52-Jährige der Illustrierten "Bunte" laut Vorabbericht am Mittwoch. Er habe nichts gegen den "Tatort", sondern "gegen Wiederholungen von immer demselben".
Früher oder später verfange sich das in der Bürokratie, "zwangsläufig, und das ist das, was ich nicht machen will", so Waltz laut "Bunte". Die Fernsehspielchefin des Hessischen Rundfunks, Liane Jessen, hatte jüngst Medienberichte bestätigt, wonach Waltz als neuer Ermittler im Gespräch sei. In ersten Gesprächen habe er gesagt, dass er sich die Rolle vorstellen könnte.
"Mehr gibt es momentan nicht, Herr Waltz ist auf Welttournee mit Tarantino", hatte Jessen gesagt. Der Sender hatte vor kurzem bekannt gegeben, dass die Schauspieler Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf als Frankfurter "Tatort"-Kommissare aufhören werden. Der HR hat bereits Ulrich Tukur für eine neue "Tatort"-Ausgabe verpflichtet. Er ersetzt den vor rund eineinhalb Jahren eingestellten "Polizeiruf 110" des Senders mit Jan-Gregor Kremp und Inga Busch.
Waltz ist ab Donnerstag (20. August) in Quentin Tarantinos Weltkriegsfarce "Inglourious Basterds" in den deutschen Kinos zu sehen. Für seine Rolle als SS-Oberst wurde er bei den Filmfestspielen in Cannes im Mai als bester Darsteller ausgezeichnet. "Das ist die Rolle des Jahrhunderts. Damit meine ich nicht meine Leistung, sondern diese Rolle, die Quentin Tarantino geschrieben hat", sagte Waltz in "Bunte". Sie liege "auf Augenhöhe mit der besten Literatur seit Anbeginn der Kunst".
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