Familie und Freunde nehmen Abschied: Das letzte Geleit für Barbara Rudnik
zuletzt aktualisiert: 29.05.2009 - 13:42München (RPO). Knapp eine Woche nach ihrem Tod ist die Schauspielerin Barbara Rudnik am Freitag in München beigesetzt worden. Nach einer rund einstündigen Trauerfeier auf dem Nordfriedhof gaben ihr etwa 100 Freunde, Angehörige und Kollegen das letzte Geleit.
Die Trauergemeinde zog hinter dem weißen, mit bunten Pfingstrosen geschmückten Sarg zur letzten Ruhestätte der Schauspielerin. Zu Akkordeon-Klängen nahmen die Trauergäste, unter ihnen die Schauspieler Hannelore Elsner, Michael Mendl, Katja Flint und Produzent Bernd Eichinger, am Grab Abschied. Rudnik war am Samstag im Alter von 50 Jahren einem Krebsleiden erlegen.
Zuvor hatten die Ersten Bayerischen FilmFoniker - ein Orchester aus Hobby-Musikern der Film- und Fernsehbranche - auf Wunsch Rudniks die Trauerfeier in der Aussegnungshalle musikalisch begleitet. 30 Musiker spielten ein Arrangement aus der Filmmusik von Dani Levys Komödie "Alles auf Zucker" und ein Stück von Johann Sebastian Bach. Rudnik war selbst Mitglied der Akkordeon-Gruppe des Orchesters.
Uschi Glas zeigte sich über den Tod ihrer Kollegin bestürzt. "Das ist unbegreiflich und viel zu früh", sagte sie. Mendl betonte, Rudnik sei eine Frau gewesen, die "mit viel Optimismus, Lebensfreude und Begeisterung für ihren Beruf ihre Frau gestanden" habe.
Er sei sehr erschüttert gewesen, als er von ihrer Krankheit erfahren habe. Zu den weiteren Trauergästen zählten die Regisseurin Doris Dörrie, die Schauspieler Michaela May, Gerd Silberbauer, Udo Wachtveitl und Heio von Stetten sowie der Präsident der Spitzenorganisation der deutschen Filmwirtschaft, Steffen Kuchenreuther.
Die 1958 in einem kleinen Ort in Rheinland-Pfalz geborene Rudnik lebte seit mehr als 30 Jahren in München. Sie hatte Ende 2005 die Diagnose erhalten, dass sie an Krebs leidet.
Rudnik wurde durch zahlreiche Hauptrollen in Fernseh- und Kinofilmen bekannt. Für ihre schauspielerische Leistung im Thriller "Der Sandmann" erhielt sie 1996 den Adolf-Grimme-Preis. 2006 wurde sie als "Beste deutsche Schauspielerin" mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Noch im März dieses Jahres stand sie für das ZDF vor der Kamera: Auf Amrum drehte sie einen TV-Thriller mit dem Arbeitstitel "Die Insel".
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