Jennifer Aniston: Der langweilig perfekte Hollywood-Star
zuletzt aktualisiert: 27.02.2009 - 08:31Düsseldorf (RP). Jennifer Aniston wird auf Thomas Gottschalks Fernseh-Couch ihren Kinofilm "Marley & Ich" vorstellen. Darin geht es um Eheglück und Nachwuchspläne – die einzigen Problemzonen im wahren Leben der US-Schauspielerin.
Malibu-Teint, Yoga-Silhouette, 300-Dollar-Haarschnitt: Wenn Jennifer Aniston morgen bei "Wetten, dass..?" in Düsseldorf ihren neuen Film vorstellt, wird sie sexy sein, witzig, nett, perfekt eben. Perfektion ist das Kapital der Kalifornierin, der zum ganz großen Wurf jedoch etwas fehlt: das Besondere.
Die Rolle des netten, aber austauschbaren Mädchens wurde ihr mit ihrem ersten und erfolgreichsten Part auf den Leib geschrieben: Im Neunziger-Jahre-Dauerbrenner "Friends" gab Aniston nicht die neurotische Monica, für die sie eigentlich vorgesprochen hatte. Sie wurde Rachel, das All-American Girl, durchschnittlich intelligent, durchschnittlich erfolgreich, mit einem durchschnittlich attraktiven On-Off-Freund, dafür einer perfekten, millionenfach kopierten Frisur.
Und sie blieb Rachel. Bis heute spielt das zeitweise erfolgreichste Covergirl der Welt Rollen, mit denen sie vor allem beim Publikum punktet. Neben dem Emmy und einem Golden Globe gewann Aniston mehrere Teen Choice Awards und den People's Choice Award. Und auch ihre aktuellen Streifen "Er steht einfach nicht auf dich" mit Ben Affleck und "Marley & Ich" mit Owen Wilson dürften ihr wieder keine Kritikerpreise bescheren, dafür aber die gewohnten Sympathien. Denn wieder geht es um die ewigen, fürs Kino perfekten Jennifer/Rachel-Themen: Das Warten auf Heiratsantrag und Nachwuchs.
Die Aussicht darauf schien für Jennifer nicht schlecht: 2000 heiratete sie Superstar Brad Bitt. Sie waren eins von Hollywoods Traumpaaren, bis sich Pitt fünf Jahre später von ihr trennte – um mit Angelina Jolie zum Powerpaar zu werden, samt sechsköpfiger Kinderschar, um die ihn Jennifer jetzt beneidet. "Wenn mir, als ich 25 war, jemand gesagt hätte, dass ich mit 40 immer noch unverheiratet und kinderlos sein würde, hätte ich ihn ausgelacht", meinte sie kürzlich.
Trotzdem verlief das öffentliche Treffen von Jennifer, Brad und Angelina bei den diesjährigen Oscars glimpflich. Selbst im Leiden ist Aniston nicht Diva, sondern Durchschnitt. Statt heißer Affären liefert "Jen" brave Turtelfotos mit braven Zeitgenossen wie Vince Vaughn oder Paul Sculfor – inzwischen alle Geschichte, alle verprellt vom immer dringlicheren Babywunsch der 40-Jährigen. Auf dem aktuellen Kandidaten, Sänger John Mayer (31), ruhen nun alle verzweifelten Hoffnungen. Peinlich verzweifelt?
Prangt ein Verfallsdatum auf dem Image des perfekten Mädchens auf der Suche nach dem großen Glück, das Aniston zur drittbestbezahlten US-Schauspielerin mit zuletzt 27 Millionen Dollar Jahreseinkommen machte? Zumindest in ihren Rollen scheint sie gegenzusteuern. Zu den ersten Projekten ihrer Produktionsfirma "Echo Films", bei denen sie auch selbst mitspielen will, zählt die Verfilmung des Bestsellers "Getting Rid of Matthew" – über eine Karrierefrau, die nach einer stürmischen Affäre mit einem verheirateten Mann alles daran setzt, ihn wieder los zu werden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







