Michelle Obama und Carla Bruni-Sarkozy: Die First Ladys im Partnerlook
zuletzt aktualisiert: 06.06.2009 - 19:23Caen (RPO). Ups, wer hat denn da nicht aufgepasst? Anlässlich der Feierlichkeiten zum 65. Gedenktag der Landung in der Normandie erschienen Michelle Obama und Carla Bruni-Sarkozy beide in einem weißen Kleid von schlichter Eleganz. Eigentlich ein Fauxpas - doch die First Ladys schien das nicht zu stören.
Viele Franzosen freuten sich seit vielen Tagen auf diesen Tag: Die US-Präsidentenfamilie ist zu Besuch. Schon beim Treffen in Straßburg im April diesen Jahres begeisterte Michelle Obama die französischen Modeblätter mit ihrer schlichten Eleganz. Seit den Kennedys ist in Paris keine amerikanische First Lady - und in ihrem Schlepptau der Präsident - mit solcher Freude erwartet worden.
Als das US-Präsidentenpaar endlich in Caen ankam, stieg Michelle Obama in einem strahlend weißen, knielangen Kleid mit silbernem Gürtel aus der Air Force One. Beim Empfang durch Staatspräsident Sarkozy und seiner Frau Carla Bruni-Sarkozy wischte sich der Betrachter dann ungläubig die Augen: Die beiden First Ladys tragen ja das gleiche Kleid! Auch die französische Präsidenten-Gattin besticht in einem zurückhaltenden, knielangen Kleid à la Coco Chanel in Crèmeweiß. Sie trägt einen schmalen schwarzen Gürtel dazu, der ihren zierlichen Körperbau betont.
Ob dieser Partnerlook gewollt und abgesprochen war? Die First Ladys ließen sich jedenfalls nichts anmerken und begrüßten sich ebenso herzlich wie bei ihrem ersten Treffen. Daran, dass sich die beiden Frauen sympathisch sind, lassen sie keinen Zweifel.
Die Pariser Modewelt hatte sich dem Zusammentreffen der beiden fieberhaft entgegengesehnt. Erhofft wurde ein neues "Charme-Duell" zwischen Michelle Obama und Carla Bruni-Sarkozy. Am Rande des Nato-Gipfels im April in Straßburg ging der Eleganzwettstreit zwischen der First Lady und der Premiere Dame unentschieden aus.
Über die Kleider der Damen wurde im Vorfeld gemutmaßt. Michelle habe bestimmt "die richtige Garderobe im Koffer", meinte Modekritikerin Dana Thomas. "Vergangene Woche machte sie bei den Franzosen schon viele Punkte, als sie ein Kleid von Azzedine Alaia trug." Der in Tunesien geborene Modeschöpfer lebt in Paris.
Schon ein halbes Jahr nach ihrem Einzug ins Weiße Haus gilt Michelle Obama wegen ihrer lässigen Eleganz und ihres natürlichen Charmes als zweite Jackie Kennedy. Diese hatte die Herzen der Pariser erobert, als sie 1961 mit ihrem Mann John F. Kennedy angereist war. Damals säumten tausende Menschen die Straßen, um einen Blick zu erhaschen.
Michelle Obama sei "genau die Amerikanerin, die die Franzosen lieben", sagte Modeexpertin Thomas. "Eine Frau, die ihre Weiblichkeit nicht verliert, die intelligent, dynamisch und auf ihre ganz eigene Art famos ist."
Wie wird die Modewelt wohl auf den ähnlichen Stil der First Ladys reagieren? Wir dürfen gespannt sein!
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