Schon in Windeln berühmt: Die Promi-Babys des Jahres 2006
zuletzt aktualisiert: 25.12.2006 - 14:35Berlin (RPO). Sie heißen Suri, Grier, Shiloh Nouvel, Moses oder ganz einfach Johnny. Und obwohl erst wenige Monate alt, sind sie dank ihren Eltern allesamt bereits kleine Berühmtheiten. 2006 war das Jahr des Nachwuches nicht nur in Hollywood, sondern auch bei deutschen Promis.
Oft nur im Abstand von einigen Tagen, einmal sogar im Stundentakt, kam der prominente Nachwuchs zur Welt. Für große Aufregung sorgte vor allem die Geburt des Kindes von Traumpaar Angelina Jolie und Brad Pitt.
Als nach monatelangen Spekulationen im Januar bekannt wurde, dass Jolie tatsächlich ihr erstes leibliches Kind mit Pitt erwartete, stand die Boulevardpresse in den USA Kopf. Sogar Computersimulationen, wie das Baby aussehen werde, machten die Runde. Am 27. Mai schließlich kam die kleine Shiloh Nouvel in Namibia, wo sich die Superstars mit Unterstützung der Regierung in einem Luxusresort abschotteten, per Kaiserschnitt zur Welt. Die ersten Bilder wurden für angeblich vier Millionen US-Dollar exklusiv an das Magazin "People" verkauft - und tatsächlich hatte Shiloh darauf einen kleinen Schmollmund wie die Mama.
Als Ironie des Schicksals kann wohl gelten, dass ausgerechnet "Mission Impossible"-Star Tom Cruise mit seiner (damals noch) Verlobten Katie Holmes und Schauspielerin Brooke Shields mit Ehemann Chris Henchy am selben Tag, im Abstand von nur wenigen Stunden und im selben Krankenhaus in Los Angeles die Geburt ihrer Töchter feiern konnten. Zuvor hatten sich der Scientologe und Shields, die nach der Geburt ihrer ersten Tochter an Wochenbettdepressionen erkrankt war, einen öffentlichen Streit geliefert: Anstatt Antidepressiva zu nehmen, hätte Shields ihre Ängste lieber mit Sport und Vitaminen in den Griff bekommen sollen, kritisierte Cruise. Shields verwahrte sich gegen dieses "Geschwafel".
Umgekehrt musste Cruise sich eine Menge Kritik gefallen lassen, als er verkündete, Katie und er wollten den Scientology-Regeln einer "stillen Geburt" folgen. Am 18. April erblickten Suri Cruise und Grier Henchy das Licht der Welt. Der Disput zwischen den Eltern ist längst vergessen: Cruise entschuldigte sich. Shields feierte seine Hochzeit mit ihm in Italien.
In Sachen ausgefallener Namen ist auf Schauspielerin Gwyneth Paltrow und Ehemann Cris Martin, Frontman der Band "Coldplay", Verlass. Nach Tochter Apple brachte die Oscar-Preisträgerin Anfang April in New York Sohn Moses zur Welt. Die Namenswahl lehnte sich diesmal angeblich an den Song "Moses" an - ein Liebeslied, das Martin im Jahr 2003 für Paltrow geschrieben hatte.
Ebenfalls bereits zweifache Mutter, inzwischen aber allein erziehend, ist Popsängerin Britney Spears. Nur acht Wochen, nachdem ihr zweiter Sohn Jayden James Anfang September per Kaiserschnitt geboren wurde, gab sie ihrem Ehemann Kevin Federline endgültig den Laufpass. Ein Rosenkrieg zwischen den Eltern bahnt sich nun an: Sowohl Britney als auch Kevin haben das alleinige Sorgerecht für Sean Preston (1) und Jayden James beantragt. Als durch seine Rolle als Familienvater geläutertes Raubein präsentiert sich gern Oscar-Preisträger Russell Crowe. Heute sei er "viel entspannter", sagt er. Nach dem ersten Sohn Charlie (Dezember 2003) wurde Familie Crowe Anfang Juli durch Tennyson bereichert.
Von einem tragischen Schicksalschlag wurde die Geburt der Tochter von Ex-Playmate Anna Nicole Smith überschattet. Drei Tage, nachdem Danielynne Hope am 7. September auf den Bahamas zur Welt gekommen war, starb Smiths 20-jähriger Sohn Daniel in ihrem Krankenhauszimmer - offenbar an einem Medikamentencocktail aus Methadon und Antidepressiva.
Zu den weiteren internationalen Stars, die in diesem Jahr Eltern wurden, zählen die Schauspieler Holly Hunter (mit 47 Jahren wurde sie Mutter von Zwillingen), Matt Damon, Don Johnson (jetzt fünffacher Vater), Rachel Weisz, Mira Sorvino, Elizabeth Shue, Adam Sandler, Tobey Maguire sowie Regisseurin Sofia Coppola und Sängerin Gwen Stefani.
Der umstrittenste Familienzuwachs aber war der von Popdiva Madonna. Gegen den Protest von Menschenrechtsorganisationen bekam sie für zunächst 18 Monate das Sorgerecht für den kleinen David aus Malawi zugesprochen und musste sich gegen Vorwürfe wehren, sie habe Geld und Ruhm eingesetzt, um das Verfahren zu beschleunigen. Mutterglück per Adoption hatte im Januar auch Schauspielerin Meg Ryan gefunden. Sie nahm ein kleines Mädchen aus China auf.
Auch der deutschen Prominenz hat das Jahr 2006 Babyfreuden beschert: Topmodel Heidi Klum brachte am 22. November in Los Angeles ihr drittes Kind, Söhnchen Johan, zur Welt. Vater Seal schwärmte: "Er sieht aus wie seine Mutter." In großer Sorge waren zunächst Popsängerin Sarah Connor und Ehemann Marc Terenzi. Ihre Tochter Summer wurde mit einem Herzfehler geboren, ist aber nach einer Operation wohlauf. Nachwuchs gab es ferner für Schwimmerin Sandra Völker, die Schauspielerinnen Nadja Uhl, Claudine Wilde, Lara Joy Körner und Natalia Wörner sowie den Boxer Axel Schulz, Ex-"Tagesschau"-Sprecherin Susan Stahnke und Moderatorin Aleksandra Bechtel.
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