Aids-Kranke in den USA: Elton John kritisiert fehlendes Mitgefühl
zuletzt aktualisiert: 20.10.2010 - 16:32New York (RPO). Nach Ansicht Elton Johns gibt es in den USA einen zunehmend ruppigen Umgang mit Aids-Kranken. Entsprechend äußerte sich der britische Sänger am Montagabend bei der jährlichen Benefizveranstaltung seiner Aids-Stiftung in New York, bei der Prominente wie die Schauspieler Hugh Jackman und Christina Ricci, der Fernsehmoderator Anderson Cooper und Extennisspielerin Billie Jean King zugegen waren.
Auf der Veranstaltung wurde des Aids-Aktivisten Ryan White gedacht, der vor 20 Jahren starb. Der Jugendliche hatte sich Aids über eine Bluttransfusion zugezogen und wurde deshalb ausgegrenzt und diskriminiert. Bis zu seinem Tod engagierte sich White dafür, Vorurteile in der Gesellschaft im Zusammenhang mit Aids abzubauen.
Elton John und White wurde seinerzeit enge Freunde; White war nach Angaben Johns der Anlass für die Gründung seiner Stiftung, die inzwischen Dutzende Millionen Dollar Aids-Hilfe verteilt hat. White habe keine Vorurteile gehabt, sei nicht verbittert gewesen, sagte John. "Gott, wie wir so etwas in Amerika in dieser Zeit brauchen." Er verspüre im Land eine zunehmende Feindseligkeit, die ihm das Herz zerreiße, sagte der Popstar.
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