Schauspielerin Hillary Swank: Filmrollen als Gegensatz zum Privaten
zuletzt aktualisiert: 20.06.2010 - 10:34Berlin (RPO). Hilary Swank sucht in Filmrollen den Gegensatz zu ihrem Privatleben. Sie fühle sich privat jeden Tag "wunderbar aufgehoben", aber "dann kommen Rollenangebote, die mich weit weg führen. Weg von dieser Sicherheit.
Da soll ich zu einer Boxerin werden oder zu einer Frau, die den geliebten Menschen verloren hat oder zu einer Wissenschaftlerin, die seltsame Phänomene untersuchen soll", sagte die 35-Jährige der "Berliner Morgenpost".
All das habe mit ihrem Leben nichts zu tun. "Aber weil es mir so gut geht, versuche ich halt das totale Gegenteil dessen zu spielen, das ich gerade erlebe. Und das sind zumeist Extreme, in die es mich hineinführt."
Für ihren neuen Film "Amelia", in dem sie die Flug-Pionierin Amelia Earhart verkörpert, hat Swank den Pilotenschein gemacht. "Wenn man selbst ein Flugzeug fliegt und über den Wolken erst begreift, dass man selbst die Maschine steuert, dann weicht plötzlich jedes Gefühl der Enge und Aufregung von einem. Es ist wunderschön, selbst ein Flugzeug zu fliegen."
Trotz ihrer Erfolge ist die zweifache Oscar-Gewinnerin nicht frei von Unsicherheit: "Wir Künstler sind doch alle gleich. Auch wenn wir nach außen schrecklich cool tun, sind wir tief im Innersten doch ganz verletzliche Wesen. Wenn also die Angebote in einer Richtung ausbleiben, fängt man automatisch an zu zweifeln."
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