Preisgelder angeblich nicht versteuert: Französischer Fiskus jagt Boris Becker
zuletzt aktualisiert: 17.11.2004 - 15:04Nizza (rpo). Ärger mit den Finanzen sind Boris Becker nicht fremd. Nun klopft die französische Steuerbehörde an "Bobbeles" Tür und verlangt von ihm 550.000 Euro. Angeblich hat er während seiner Tennis-Jahre etliche Preisgelder nicht versteuert. Becker ist sich allerdings keiner Schuld bewusst.
Die französischen Steuerbehörden wollen den dreimaligen Wimbledonsieger Boris Becker mit 550.000 Euro zur Kasse bitten. Becker wird vorgeworfen, in den Jahren 1990 bis 1993, als er seinen ersten Wohnsitz in Monaco hatte, seine bei französischen Turnieren gewonnenen Preisgelder nicht ordnungsgemäß in Frankreich versteuert zu haben.
Becker wies diese Anschuldigung mit dem Hinweis zurück, er sei zum fraglichen Zeitpunkt Klient einer in den Niederlanden ansässigen Agentur gewesen, die seine gesamten Preisgelder kassiert habe und demzufolge auch für die Versteuerung zuständig gewesen sei.
Bei der Agentur handelte es sich um "TiVi", gegründet und geführt von Beckers früherem Manager Ion Tiriac und dem ehemaligen argentinischen Weltklassespieler Guillermo Vilas. Becker bekam als Angestellter dieser Firma ein regelmäßiges Gehalt, seine kompletten Einnahmen wurden von "TiVi" verwaltet.
Die französischen Finanzbehörden haben den Fall am Mittwoch in Abwesenheit von Boris Becker dem Verwaltungsgericht in Nizza vorgetragen. Innerhalb der nächsten 15 Tage werden die Richter eine Entscheidung fällen.
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