Museum zum Verkauf: Franzose bietet Weltkrieg-Souvenirs für 600.000 Euro an
zuletzt aktualisiert: 15.09.2006 - 12:06Avranches (rpo). Maurice Bazin hat alles gesammelt, was er von der Alliierten-Landung in der Normandie in die Finger bekam. Der Franzose hat aus den Errungenschaften das Museum von Avranches geschaffen - nun will er es verkaufen. Doch Interessenten müssen tief in die Tasche greifen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP fordert Bazin 600.000 Euro für seine historische Schatzkiste.
"Schließlich ist es das Ergebnis von 42 Jahren Sammlung." Vor allem seine Uniformen von deutschen und US- Fallschirmspringern sowie von SS-Leuten seien "sehr gesucht und von großem Wert". Sollte sich bis zum 11. November kein Museums-Käufer finden, will Bazin es versteigern lassen.
Das vor 21 Jahren eröffnete Museum des Zweiten Weltkrieges zeige auf zwei Etagen 125 Soldaten-Puppen in 26 Szenen und zähle jährlich fast 20.000 Besucher, berichtete Bazin. Nur von einigen Stücken mag sich der Franzose nicht trennen: "Ich verkaufe weder die Motorräder noch die Glocke vom Pointe du Hoc." Diese Glocke an der normannischen Steilküste nahe Omaha Beach war seinen Angaben zufolge am Morgen des 6. Juni 1944 - dem später als "D-Day" legendär gewordenen Tag - die erste, welche die deutschen Besatzungstruppen laut bimmelnd wegen der Alliierten-Landung an der Ärmelkanal-Küste alarmiert hatte.
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