Tappert-Witwe: Fritz Wepper darf zur Beerdigung kommen
zuletzt aktualisiert: 22.12.2008 - 21:48München (RPO). Schauspieler Fritz Wepper darf doch zur Beisetzung seines langjährigen "Derrick"-Partners Horst Tappert kommen. "Er ist der erste, den ich zur Beerdigung einlade, vorausgesetzt er ist im Lande", sagte Tapperts Witwe Ursula einem Medienbericht zufolge.
Weiter sagte sie dem Online-Portal "Bunte.de": "Er und mein Mann waren wunderbare Freunde." Sie sei fassungslos gewesen, als sie gelesen habe, dass Wepper, der in "Derrick" und zuvor in der Serie "Der Kommissar" den Ermittler Harry Klein spielte, nicht zur Beerdigung komme.
"Mit Fritz stand und steht alles zum Besten", betonte Ursula Tappert. Wepper hatte in der "Bild am Sonntag" erklärt, er werde nicht bei der Beisetzung Tapperts dabei sein, weil dessen Familie auf einem sehr privaten Begräbnis "ohne Schauspieler und den ganzen Rummel" bestehe. Das achte er.
Die Beisetzung des am 13. Dezember gestorbenen Tapperts soll laut "Bunte.de" in den kommenden zwei Wochen in München im engsten Familienkreis stattfinden.
Tappert wollte mit Vergangenheit nichts mehr zu tun haben
In den letzten Jahren habe Tappert "mit allem abgeschlossen", sagte seine Witwe Ursula der Illustrierten "Bunte". "Er wollte mit seiner Vergangenheit im Grunde nichts mehr zu tun haben. Köstlich fand er, wenn die Menschen ihn mit Herr Derrick ansprachen, sogar seinen Ärzten ist das passiert."
Ursula Tappert hatte den Schauspieler in den 50er Jahren als Kollegen am Theater in Göttingen kennengelernt; 1957 heirateten sie. Er hatte nach ihrer Ansicht "eine ungeheure Begabung, von Geburt an". Er sei nie auf einer Schauspielschule gewesen, sei ohne musischen Hintergrund aufgewachsen. "Kaum zu glauben, was er trotzdem geschafft hat, alles kam von allein." Er sei allerdings auch ein disziplinierter, unermüdlicher Arbeiter, ein Perfektionist gewesen.
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