Elisabeth von Thurn und Taxis: Fromme Prinzessin mit eigenem Blog
VON CAROLA SIEDENTOP - zuletzt aktualisiert: 19.10.2009 - 19:43Düsseldorf (RPO). Durch die Klatschpresse rauscht diese Prinzessin nicht, und doch ist sie in der High-Society präsent – allerdings meistens im Ausland. Elisabeth von Thurn und Taxis hebt sich aber aus der Masse der Reichen und Schönen ab: Sie kümmert sich nicht nur um ihr Äußeres, sondern auch um ihre Seele. "Fromm!" heißt das geschriebene Bekenntnis der 27-Jährigen.
Die Tochter von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis wurde streng katholisch erzogen. Und sie steht mit beiden Beinen fest im Leben, auf der Höhe der Zeit. Das amerikanische Magazin „Self Service“ hat die Prinzessin in ihrer aktuellen Ausgabe zum Cover-Model gemacht. Sie sieht aus, wue ein echtes It-Girl, sitzt im weißen Bademantel (mit aufgestickter Krone) und dramatischem Make-up an einem Küchentisch und raucht.
Hauptberuflich arbeitet die 27-Jährige jedoch als freie Journalistin in London. Sie schreibt regelmäßig Kolumnen für das Magazin "Finch's Quartely", ihr Blog heißt "The Princess Diaries", zu Deutsch: "Tagebuch einer Prinzessin". Darin berichtet die blonde Deutsche unter anderem über ihre Erlebnisse beim Filmfestival Biennale oder der Fashion-Week in Paris. Da ist auch Fürstin Gloria ganz stolz auf ihre Tochter. Sie kommentierte den Blog ihrer Tochter als GloriaTT und unterschrieb ganz familiär mit "Mutti".
Die Familie war natürlich wegweisend für Elisabeth von Thurn und Taxis katholische Lebenseinstellung. Ihre Mutter, die durchaus streitbar für ihren Glauben eintritt, hat alle drei Kinder streng religiös erzogen. Nun wirbt ihre Tochter in ihrem ersten Buch für eine Rückkehr zur traditionellen Volksfrömmigkeit.
In "Fromm! Eine Einladung, das Katholische wieder mit allen Sinnen zu erleben" schwärmt die 27-Jährige vom Beichten und Fasten, von Schutzengeln und Heiligen, lateinischen Messen und Wallfahrten nach Lourdes. Für ihr offenes Bekenntnis zum katholischen Glauben wird sie manchmal belächelt. "Viele von meinen Freunden haben überhaupt nichts mit dem Glauben zu tun, eigentlich die meisten", sagte die 27-Jährige.
Als moderne Heilige stellt sie sich aber keineswegs dar. In der Bild kommentierte sie ganz persönlich die zehn Gebote – und gab zu, dass auch sie natürlich nicht perfekt sei. Zum siebten Gebot, „Du sollst nicht stehlen“, erklärte sie „In der Pubertät hab ich geklaut, Modeschmuck in einem Klamottenladen in London.“ Und die Prinzessin erzählt, dass sie nicht immer im Sinne ihrer Mutter Gloria gehandelt hat. „Zwischen 14 und 21 war ich rebellisch. Meine Mutter war sehr streng. Heute verstehe ich, dass sie mich schützen wollte.“
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