Dreharbeiten: Für Binoche waren Liebesszenen mit Irons ein Albtraum
zuletzt aktualisiert: 14.03.2008 - 12:21Hamburg (RPO). Die französische Schauspielerin Juliette Binoche erinnert sich nur ungern an die gemeinsamen Dreharbeiten mit ihrem Kollegen Jeremy Irons. "Die Liebesszenen mit Jeremy Irons waren ein Albtraum", sagte die 44-Jährige in einem Interview.
"Einmal steckte er mir seine Zunge in den Mund, nur um mich zu provozieren. Außerdem ist er sehr, sehr eitel. Ich hatte immer das Gefühl, dass er sich beim Spielen im Spiegel betrachtet", sagte Binoche der Zeitschrift "emotion".
Binoche, die 1987 mit der Bestseller-Verfilmung "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" international bekannt wurde, drehte 1992 zusammen mit Irons den Film "Verhängnis", in dem sie zur Geliebten des Vaters ihres Freundes wird.
Eitelkeit sieht Binoche nicht als Grundausstattung eines Schauspielers an. Dazu gehörten vielmehr Menschlichkeit und Liebe. Sie selbst wolle eigentlich gar kein Star sein, sagte die 44-Jährige. "Oder wenn, dann nur im Sinne von Stern, der am Himmel strahlt und Licht in die Herzen der Menschen bringt." In ihren Filmen versuche sie zu zeigen, "dass es stets einen Ausweg gibt - auch wenn alles über einem zusammenbricht. Ja, ich bin ein Optimist mit einer großen Leidenschaft für das Leben".
Heute sei sie sogar noch glücklicher als früher, sagte Binoche: "Es ist ein bisschen seltsam, aber ich fühle mich jetzt, jenseits der 40, mehr als Frau als jemals zuvor." Das bedeute nicht, dass sie heute nicht mehr durch Krisen gehe, aber sie könne sie besser meistern. "Um sich weiterzuentwickeln, muss man auch die Kraft haben, Dinge loszulassen."
Ausgelernt habe man sowieso nie, ist Binoche überzeugt: "Ich hoffe, ich lerne bis zu meinem letzten Atemzug. Lernen heißt verändern. Sich und andere. Und das ist doch eine der schönsten Aufgaben im Leben."
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