Chorleiter will Techno-Spektakel nach Stuttgart holen: Gotthilf Fischer trauert um Love Parade
zuletzt aktualisiert: 15.04.2004 - 13:00Remstal (rpo). Gotthilf Fischer trauert um die Love Parade. Deutschlands beliebtester Chorleiter will das Techno-Spektakel nach Stuttgart holen. Dabei hat Fischer auch schlechte Erfahrung auf der Love Parade gemacht.
Fischer hofft auf ein Fortbestehen der Love Parade - beispielsweise in seiner baden-württembergische Heimat. Er könne sich eine Verlegung nach Stuttgart gut vorstellen, sagte er am Donnerstag der Nachrichtenagentur ddp in Remstal: "Dort können die Menschen genauso fröhlich sein", betonte er.
"Ein Fest für Jung und Alt" könne eine Love Parade in der Landeshauptstadt werden, sagte der 76-Jährige. Es hätten immer schon viele Senioren bei der Parade in Berlin mitgefeiert, "nur sind die am Rande immer untergegangen". Fischer selbst war im Jahr 2000 dabei und hatte eine Techno-Version des Volkslieds "Hoch auf dem gelben Wagen" zum Besten gegeben.
Damals hat Fischer aber auch schlechte Erfahrungen gemacht. Chaoten kippten ihm heimlich LSD-Tabletten ins Bier - und verursachten einen unliebsamen Rausch.
Die Absage sei "schade", sagte Fischer trotz dieser schlechten Erfahrung. Die Love Parade "war für die jungen Menschen unheimlich wichtig", betonte er. Den dort hätten sie "in Frieden und fröhlich" feiern können. Die Veranstalter hatten die Love Parade 2004 am Mittwoch abgesagt, weil die Finanzierung nicht sichergestellt werden könne. Im vergangenen Jahr lockte die Open-Air-Party 500 000 Raver nach Berlin.
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