"So, jetzt bin ich arbeitslos, wo ist der Staat?": Gottschalk beklagt deutsche "Beschwerde-Mentalität"
zuletzt aktualisiert: 05.07.2004 - 10:24Hamburg (rpo). Thomas Gottschalk ist derzeit frustriert über die Deutschen. Der "Wetten, dass...?"-Moderator beklagte in einem Zeitungsinterview, dass in Deutschland eine "Beschwerde-Mentalität und keine Anpack-Mentalität" herrsche. "Das muss sich dringend ändern."
In der "Bild"-Zeitung (Montagausgabe) meinte Gottschalk, hierzulande sagten die Leute: "So, jetzt bin ich arbeitslos, wo ist der Staat?". In seiner Wahlheimat USA heiße es dagegen: "Jetzt bin ich arbeitslos, wo kann ich neues Geld verdienen?" Zudem gebe es in Amerika kein Schlechtwettergeld und nur zehn Tage Urlaub.
Trotz der Kritik, die er am Samstag in "Wetten, dass...?" auch musikalisch gegen Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) richtete, will Gottschalk nicht in die Politik. "Nein, ich will weder die Regierung stürzen, noch mich zum neuen Bundeskanzler vorschlagen", sagte er. Mike Krüger habe das Lied geschrieben und damit offenbar die Sprache des Volkes getroffen. Und weil er ein Mann des Volkes sei, "muss man den Politikern mal sagen, so geht's nicht weiter."
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