Bundestag: Heino will offizieller Volkslied-Beauftragter werden
zuletzt aktualisiert: 27.07.2005 - 07:01Hamburg (rpo). Volksmusik-Star Heino kann sich vorstellen, nach dem Ende seiner Gesangkarriere als Volkslied-Beauftragter des Bundestages tätig zu werden. Besonders Kindern will der Sänger das deutsche Liedgut näher bringen. Deshalb hofft er, dass Volkslieder bald wieder an den Schulen gelehrt werden.
"Selbstverständlich stünde ich als überparteilicher Parlamentsbeauftragter für das deutsche Volkslied zur Verfügung", sagte Heino der "Bild"-Zeitung. "Mir liegt besonders am Herzen, dass Volkslieder wieder an Schulen gelehrt werden", betonte er. Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) hatte zuvor dafür plädiert, die deutschen Volkslieder wieder mehr zu pflegen.
Auch in politischer Hinsicht liegt Heino derzeit mit Merkel auf einer Wellenlänge. Bei der nächsten Bundestagswahl kann sie laut "Max" auf seine Stimme zählen. "Die SPD hatte sieben Jahre Zeit, die Lage zu verbessern", betonte Heino. Im Grunde sei er Sozialdemokrat, aber: "Die haben mir immer das Bundesverdienstkreuz verweigert, dann tut es denen auch nicht weh, wenn ich jetzt mal Christdemokraten wähle."
In die rechte politische Ecke will sich der Sänger aber nicht stellen lassen. Er könne gar nichts rechts sein, schließlich habe er seinen Vater und zwei Onkel im Krieg verloren, erklärte Heino. "Eher wäre ich links. Ich war ja auch mal der Lieblingssänger von Willy Brandt."
Heino ist Rammstein-Fan
Doch auch etwas härterer Musik ist der Volksmusik-Star nicht abgeneigt: Heino hat sich als Fan der Brachialrocker "Rammstein" geoutet. "Die haben wunderschöne Lieder gemacht", sagte Heino dem Magazin "Max", wie dieses vorab mitteilte. Besonders gut gefalle ihm das Lied "Ohne Dich". "Ich finde das schön mit harter Musik, wenn dann noch schöne Texte dazu kommen: toll", so Heino. .
Heino hatte jüngst verkündet, seine Karriere zu beenden und sich nach 50 Jahren und 50 Millionen verkauften Platten von der Bühne zurückzuziehen. Er wolle mehr für seine Frau Hannelore da sein, sagte er.
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