Schauspieler spielt Kettenraucher: Helmut Schmidt machte Christian Berkel krank
zuletzt aktualisiert: 16.12.2007 - 16:13Hamburg (RPO). Die Rolle von Altkanzler Helmut Schmidt ist für Schauspieler Christian Berkel ungesund: Da der Politiker ein bekennender Kettenraucher ist, musste sich Berkel während der Dreharbeiten einen Glimmstengel nach dem anderen anzünden - was nicht ohne Folgen blieb.
Während einer Szene sei ihm richtig übel geworden, sagte Berkel. Er habe täglich bis zu vier Schachteln Zigaretten rauchen müssen, sagte der Nichtraucher der "Bild am Sonntag" über die Dreharbeiten zum ZDF-Drama "Mogadischu", das die Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" im Herbst 1977 schildert. "Am schlimmsten war der erste Tag", erinnerte sich Berkel. "Gegen sechs Uhr wurde mir schwindelig, ich konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten, musste mich erst mal in meinen Wohnwagen legen."
Die Langzeitfolgen waren für den Zwangs-Kettenraucher noch Wochen später bemerkbar. Er habe plötzlich große Lust verspürt, Nikotin zu inhalieren, sagte der 50-Jährige. Das Verlangen habe er mit heißem Ingwertee bekämpft.
Berkel bereut es aber nicht, die Rolle angenommen zu haben. "Es war mir eine große Ehre, Helmut Schmidt verkörpern zu dürfen", sagte der Lebensgefährte der "Tatort"-Kommissarin Andrea Sawatzki. "Er trinkt viel Cola, raucht Unmengen an Menthol-Zigaretten. Das kann man nicht weglassen." Die Dreharbeiten zu "Mogadischu" dauern dem Bericht zufolge noch bis Donnerstag (20. Dezember). Der Film solle voraussichtlich im Sommer ausgestrahlt werden.
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