Nach dem Tod seiner Frau Loki: Helmut Schmidt will vorerst weiter arbeiten
zuletzt aktualisiert: 21.11.2010 - 14:55Hamburg (RPO). Altbundeskanzler Helmut Schmidt will trotz des Todes seiner Ehefrau Loki vorerst so weiterarbeiten wie immer. An seinen üblichen Terminen werde sich nichts ändern, sagte Schmidt in einem Interview. Es belaste ihn aber, in der Todesnacht nicht bei seiner Frau gewesen zu sein.
An seinem vollen Terminplan will er vorerst nichts ändern. Im Interview mit der "Bild"-Zeitung fügte hinzu: "Ob es gut geht, werden wir sehen. Ein paar Jahre habe ich wahrscheinlich noch!" Er habe bereits einige Zeit vor Lokis Tod damit gerechnet, dass sie sterben werde, sagte Schmidt.
"Dass es zu Ende geht, habe ich Wochen vor ihrem Tod geahnt. Nur nicht, wie lange es noch dauern würde." Die Anteilnahme von Millionen Deutschen am Tod seiner Frau habe ihn zwar bewegt, aber nicht helfen können. Er sei "unendlich traurig" gewesen. Seine Frau hätte sich sicher "riesig gefreut" über das Mitgefühl so vieler Deutscher.
In der Todesnacht sei nur seine Tochter bei seiner Frau gewesen, sagte Schmidt. "Ich dachte nicht, dass es in dieser Nacht passieren würde. Ich hatte noch mit ein, zwei Wochen mehr gerechnet. Am Schluss ist es dann doch sehr schnell gegangen." Es liege ihm auf der Seele, dass er zuletzt nicht bei ihr gewesen sei.
Schmidt trägt weiterhin, wie bereits während der Trauerfeier, Lokis Ehering am kleinen Finger der linken Hand. Er wünsche sich, dass die Menschen seine Frau in Erinnerung behalten "so wie sie war - da mache ich mir keine Sorgen", sagte der Altkanzler.
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