Teure Erleichterung in der chinesischen Sonderzone: Hongkong: Kameras gegen Wasserlassen
zuletzt aktualisiert: 27.09.2004 - 11:46Hongkong (rpo). Wer in Hongkong demnächst ein dringendes Bedürfnis am Straßenrand erledigen will, muss erstens tief in die Tasche greifen und sich zweitens wie ein Schwerstkrimineller vorkommen...
Seit zwei Monaten wird in der chinesischen Sonderzone mit Überwachungskameras Jagd auf Urin-Sünder und andere Schmutzfinken gemacht. 29 Verfahren wegen Hygiene-Delikten wurden bereits eingeleitet, wie die Behörden am Montag mitteilten. Die Umweltverschmutzer müssen einem Zeitungsbericht zufolge bis zu 2.000 Hongkong-Dollar (210 Euro) Strafe zahlen. Das Überwachungsprogramm sei eine Reaktion auf die Sars-Krise im vergangenen Jahr.
An fünf Orten seien bisher Kameras aufgestellt worden, berichtete die "South China Morning Post". Seitdem seien sechs Männer des Entleerens ihrer Blase auf offener Straße überführt worden, andere hätten illegal Müll entsorgt oder an verbotenen Orten Geschirr gespült. Die Überwachungen sind nach Angaben der Hongkonger Regionalregierung nur ein Pilot-Projekt, das noch ausgeweitet wird. Bis zu 100 Kameras in 18 Bezirken Hongkongs sind geplant.
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