Russland: Hunderte betrunkene Fischer von Eisscholle gerettet
zuletzt aktualisiert: 03.02.2007 - 15:12Wladiwostok (RPO). Im äußersten Osten Russlands haben die Bewohner zwei Lieblingsbeschäftigungen: Eisfischen und Wodka trinken. Eine Kombination aus beidem ist über 350 Fischern nun zum Verhängnis geworden - nur wollten die Männer leider nicht einsehen, dass sie sich in Gefahr befanden.
Rettungskräfte haben am Samstag 356 zum Teil stark betrunkene Fischer von einer Eisscholle vor der Insel Sachalin im äußersten Osten des Landes gerettet. Die Scholle sei von der Küste der Insel im Ochotskischen Meer nördlich von Japan abgebrochen, sagten Behördenvertreter.
76 Fischer weigerten sich den Angaben zufolge allerdings, gerettet zu werden, so lange sie nicht ihre Geräte und ihren Fang mitnehmen durften. Die Rettungskräfte hätten von Hubschraubern und Booten aus versucht, die Fischer zu überreden, das schmelzende Eis zu verlassen. Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete unter Berufung auf einen Ministerialbeamten, viele der geretteten Fischer hätten unter einer "starken Alkoholvergiftung" gelitten.
Trotz häufig wiederholter Warnungen der Behörden, das Eisfischen zu unterlassen, gehen auf der Insel Sachalin viele Menschen dieser Beschäftigung nach. Viele Fischer entfernen sich dabei weit von der Küste. Schätzungen zufolge lebt etwa ein Drittel der Inselbevölkerung vom Fischen.
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