Michael Hirte: "Ich bin ein glücklicher Mensch"
zuletzt aktualisiert: 21.10.2009 - 16:36Berlin (RPO). Michael Hirte genießt den Erfolg. "Ich bin ein glücklicher Mensch, auch wenn mein Privatleben weg ist", sagt der RTL-"Supertalent"-Sieger. Seit einem Jahr heißt es für den 45-jährigen Mundharmonika-Spieler statt Musizieren in zugigen Fußgängerzonen Konzerte, Fernsehsendungen, Talkshows, Autogrammstunden.
Die Welt des ehemaligen Straßenmusikers und früheren "Hartz IV"-Empfängers aus Brandenburg hat sich förmlich über Nacht verändert. "Einerseits ist es schön, wenn ich heute überall erkannt werde, andererseits manchmal auch anstrengend", sagt er am Mittwoch in Berlin.
Seine Fangemeinde ist groß. Während der Castingshow im vergangenen Jahr hatte ihm ein Millionen-Publikum die Daumen gedrückt. Seine erste Tour mit mehr als 20 Konzerten in ganz Deutschland ließ scharenweise die Besucher in die Hallen stürmen. "Und von meinen ersten zwei veröffentlichten CDs wurden bisher insgesamt 800.000 Stück im deutschsprachigen Raum verkauft", sagt Hirte, der mit Mütze und kariertem Hemd noch als ganz der Alte daherkommt wie vor seiner unverhofften Karriere.
13. November erscheint die neue CD
Am 13. November kommt nun seine neue Platte heraus: Mit dem Album "Einsamer Hirte & die schönsten Weihnachtslieder" wolle er seinen ganz persönlich Beitrag zur besinnlichen Adventszeit präsentieren, sagt Hirte. Sein Lieblingslied darauf sei "White Christmas" - wegen der schönen Melodie.
Ein Jahr nach dem ersten Konzert auf einer großen Bühne im ausverkauften Rhein-Main-Theater im hessischen Niedernhausen startet am 1. Dezember Hirtes nächste Tour im Berliner Tempodrom. Selbstverständlich präsentiert er bis 18. Dezember seine neue Scheibe, denn das Programm heißt "Weihnachten mit Michael Hirte", wie er sagt. Quer durch die Republik sollen allabendlich auch ein paar "Freunde und Überraschungsgäste" dabei sein.
"Ich freue mich schon auf die Auftritte. Wenn ich auf der Bühne stehe, kann ich abschalten und mich ganz auf die Musik konzentrieren", sagt Hirte, der in Potsdam wohnt. "Stressig ist für mich die Arbeit davor, die Proben, das lange Warten." Das störe ihn auch bei Fernsehsendungen, wenn er zum Beispiel bereits drei Tage vorher anreisen müsse.
In den TV-Shows fühlt sich Hirte "immer noch als Teenager". "Wenn mich die Stars per Handschlag begrüßen, und 'Hallo Michael' sagen, ist es alles noch wie ein Traum. Denn noch vor Kurzem habe ich die Musiker nur im Fernsehen erlebt."
Kein ausschweifendes Leben
Auf der Straße muss der 45-Jährige nun nicht mehr musizieren. Auf die Frage, was er sich von dem verdienten Geld alles schon geleistet hat, macht er eine kurze Pause: "Ich habe mir eigentlich nur ein nagelneues Auto gekauft, keinen Luxuswagen, was ganz Normales. Früher habe ich mir immer Gebrauchtwagen für 100 Euro zugelegt, die hielten, bis der TÜV uns trennte", sagt Hirte. Und dann habe er sich noch eine Woche Urlaub geleistet, fügt der Mundharmonikaspieler hinzu, dessen erste Alben auf Platz eins und zwei der Charts landeten.
Lange Pausen wird es für Hirte wohl auch im kommenden Jahr nicht geben. Im Frühjahr trete er bei der Tour von Volksmusik-Moderator Florian Silbereisen auf, sagt er. 38 Konzerte seien geplant. "Ich bin meinen Fans so dankbar."
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