Lena Valaitis: "Ich spreche mit meinem verstorbenen Ehemann"
zuletzt aktualisiert: 30.12.2008 - 16:58München (RPO). Schlagersängerin Lena Valaitis hat über ihre Trauer um Ehemann Horst Jüssen gesprochen. "Ich spreche mit ihm. Manchmal beschimpfe ich ihn auch", sagte sie in einem Interview.
Der Illustrierten "Bunte" sagte sie weiter: "Ich habe von ihm wissen wollen, ob es wirklich nötig war, dass er sich schon mit 67 verabschiedet." Der Schauspieler und Autor war im November an Krebs gestorben. Er sei ihr immer noch "wahnsinnig vertraut und nahe", sagte die 65-Jährige. "Er ist in meinem Kopf, in meinem Herzen, er verlässt mich keine Sekunde."
"Dieser Scheißkrebs", schimpfte Valaitis. "Ich höre immer von Leuten, die damit noch 20 Jahre weiter gelebt haben. Uns blieben nur zwölf Monate." Bis zum Schluss habe sie viel gebetet, dass er den Krebs besiege.
Wenn sie jetzt nachts nicht schlafen könne, gehe sie an die Isar, erzählte Valaitis. "Ich schaue hoch und wenn ich einen besonders hellleuchtenden Stern sehe, habe ich das Gefühl, Horst sitzt da oben. Und schaut runter, was wir Armseligen treiben."
Eine Rückkehr auf die Bühne kommt für Valaitis noch nicht infrage. Ihr Mann habe zwar gewollt, dass sie weitermache. Aber so weit sei sie noch nicht. "Schlagersänger müssen manchmal auch kleine alberne Liedchen singen. Und danach ist mir bei Gott nicht zumute", sagte sie.
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