Journalistin begleitete Assauer ein Jahr: "Immer sagte jemand: Danke Rudi"
zuletzt aktualisiert: 05.02.2012 - 16:00Düsseldorf (RPO). Seit Tagen beschäftigt sein Schicksal ganz Deutschland: Rudi Assauer. Über sein Leben mit Alzheimer hat er sich im TV bereits geäußert, nun folgt eine Dokumentation. Die Journalistin, die den Ex-Schalke-Manager begleitete, berichtet nun von dieser Zeit. Dieser Weg sei ihr sehr nah gegangen, sagt Stephanie Schmidt.
"Er wollte auf keinen Fall eine Mitleidsnummer, sondern authentisch sein Leben schildern. Als Mann, der an Alzheimer erkrankt ist. Aber auch als Mann, der Spaß am Leben hat", schreibt die ZDF-Journalistin Stephanie Schmidt in der "Bild am Sonntag" über den Mann, den sie ein Jahr begleitete. Ein Jahr, dass ganz im Zeichen von Alzheimer stand - und der Erinnerung an ein erfolgreiches Leben, insbesondere mit seinem Verein Schalke.
Schmidt schreibt, dass die Dreharbeiten wie ein "Tanz auf dem Vulkan" gewesen seien, dass sie mit niemanden habe reden können, auch nicht mit ihren Kollegen. Denn dass Assauer an der tückischen Krankheit leidet, gab er erst vor wenigen Tagen preis. Der Film aber, den das ZDF am Dienstag (23.15 Uhr) in der Reihe "37 Grad" zeigt, wurde bereits kurz vor Silvester abgedreht.
"Wir haben mit Rudi Assauer Reisen in seine Vergangenheit unternommen", schreibt die Autorin in dem Artikel. "Haben uns erzählen lassen, wie sich der Tagesablauf gestaltet und haben uns drangehängt - ohne das Leben zu stören." Sie berichtet von bewegendenen Momenten. Etwa, als sie Auf Schalke waren. "Immer sagte jemand: Danke Rudi. Das hat mich sehr beeindruckt, wie die Menschen an ihm hängen."
"Er geht mit einer Bescheidenheit durch seine Arena, die mir die Tränen in die Augen treibt", schreibt Schmidt. Als sie im gesagt habe, dass sei sein Lebenswerk, da habe er nur gesagt: "Jaja, nicht übertreiben..."
Die Journalistin gesteht am Ende ein, dass ihr der Weg mit Assauer sehr nahe gegangen sei. Aber sie schreibt auch, dass Assauer ganz entschieden gesagt habe, dass er die Jahre, die er noch habe, schön verleben will. "Er ärgert sich maßlos über seine Krankheit, aber er will leben", so Schmidt.
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