Spanier störte schon viele Großereignisse: Jimmy Jump – der irre Katalane
VON STEPHAN SEEGER - zuletzt aktualisiert: 02.06.2010 - 11:31Düsseldorf (RPO). Beim Eurovision Song Contest hat er es wieder getan: Während Daniel Diges auf der Bühne der Telenor-Arena vor 18.000 Zuschauern seinen Beitrag präsentierte und für Spanien um Punkte kämpfte, stürmte Jaume Marquet Cot die Bühne. Der Störenfried trug eine rote Mütze und ein T-Shirt mit der Aufschrift "Jimmy Jump".
Unter diesem Namen hat sich Jaume Marquet Cot in den vergangenen Jahren einen zweifelhaften Ruf erarbeitet. Der Katalane, glühender Fan des spanischen Spitzenklubs FC Barcelona, sorgte bereits bei vielen Großereignissen für Aufsehen. So flitzte "Jimmy Jump" vor beginn des EM-Finals 2004 in Portugal auf den Platz, beim Warm-Up des Formel-1-Rennens in Barcelona stürmte er waghalsig auf die Strecke.
Der Spanier will aber nicht einfach nur stören, im Gegenteil. Seine Aktionen haben oft einen politischen Hintergrund. Beispielsweise forderte er die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien. Sein "Ich flitze für und wegen euch, damit ihr lacht", schreibt "Jimmy Jump" auf seiner Internetseite (www.jimmyjump.com). Und weiter: "Ich tue niemanden etwas, laufe nie nackt. Es tut mir leid, wenn mich jemand nicht versteht. Es sind keine kriminellen oder gewalttätigen Aktionen, es ist einfach nur Spaß."
Schwer verletzt hat sich der "irre Katalane" bisher noch nicht. Bei seinem Auftritt vor dem Formel-1-Rennen in Barcelona wäre allerdings beinahe ein schlimmer Unfall passiert. Nur durch das beherzte Eingreifen der Streckenposten konnte "Jimmy Jump" rechtzeitig von der Strecke "entfernt" werden.
"Jimmy Jump" ist mittlerweile weltbekannt, beim Internet-Videoportal "Youtube" existieren dutzende Video von seinen Einlagen bei Fußball- und Rugbyspielen. In etlichen Stadien hat er Stadionverbot, trotzdem schafft er es immer wieder auf die Tribüne - zumindest mit persönlichem Begleitschutz.
Bei den Strafen kam er bisher recht milde davon – so wurde die Störung des EM-Finales mit einem Tag Gefängnis geahndet. Was nach dem ESC-Finale in Oslo mit ihm geschah, ist noch nicht bekannt.
Am 11. Juni beginnt in Südafrika die Fußball-Weltmeisterschaft. Sicher wird auch "Jimmy Jump" den Weg ans Kap der guten Hoffnung auf sich nehmen und versuchen, erneut ins Rampenlicht zu springen. Denn am Ende ist er noch lange nicht.
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