kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Kabarettisten geben Krisen-Tipps (3): Jürgen Becker erklärt die Geldwirtschaft auf Kölsch

zuletzt aktualisiert: 31.12.2008 - 11:19

Düsseldorf (RP). "Krisen gehören zum Leben. Die Frage ist nur, wie man wieder herauskommt? Die Politik ringt zur Zeit mit sich: Was hilft in der Krise? Konjunkturprogramme oder besser Abwarten?

Jürgen Becker ist seit 1991 mit Solo-Programmen auf Tour. Foto: RPO

Auf diese Frage gibt es in der Wirtschaft zwei widerstreitende Theorien. Das eine ist der Monetarismus. Das andere ist der Keynesianismus. Die Unterschiede sind folgende: Stellen wir uns vor, eine Stadt hat drei Kneipen; in einer geht das Kölsch aus – Wirtschaftskrise. Es läuft nix mehr. Jetzt sagt der Monetarist: "Dat ess ejal." Soll der Laden doch dicht machen. Wir glauben an die Selbstheilungskräfte des Durstes. Dann gehen die Leute mit den Moneten in die nächste Kneipe. Monetarismus heißt übersetzt: "Die Karawane zieht weiter, der Sultan hät Doosch." Der Fachterminus lautet: "Jommer en en andere Kaschämm!" Der Durst regelt alles.

Wenn die zweite Kneipe auch kein Bier mehr hat, geht man in die dritte. Und wenn die dann auch kein Kölsch mehr hat, muss man eben ohne Nachtleben auskommen. Das heißt, das Ergebnis des Monetarismus ist am Ende so was wie Dormagen.

Anders der Keynesianismus. Der sagt, man muss eingreifen: Konjunkturprogramm mit Steuern. Wenn die Kneipe kein Kölsch mehr hat, dann müssen die Gäste, also die Bürger, sich selbst welches beschaffen. Das heißt, die bringen Bier von zu Hause mit, geben das als Steuern dem Staat und dieser gibt es weiter an den Wirt. Und der verkauft es einem dann wieder. Will sagen: Man kauft sich selbst ein Bier ab und trinkt das mit den anderen zusammen. Der Keynesianismus hat also das Prinzip "Drenk doch ene met." Das bringt wirtschaftlich auch nichts – aber es ist geselliger! Und die Kneipen bleiben auf. Und so lange man das schafft, hat Deutschland eine Chance. Prost!

Das Problem ist der Strohfeuer-Effekt: Ausgerechnet die beiden besten Konjunkturprogramme fallen in die selbe Zeit. Weihnachten und Karneval. Weihnachten ist schön, aber in der Session stört es doch!"

Jürgen Becker geboren am 27. August 1959 in Köln, Grafiker, "Gründer" der "Stunksitzung" und Moderator der Kabarettsendung "Mitternachtsspitzen"

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Schlittschuhläufer tot geborgen

Nettetal

Schlittschuhläufer tot geborgen

Rettungskräfte haben am Freitagnachmittag den vermissten niederländischen Mann gefunden. Mithilfe von Sonartechnik hatte die Polizei die Suc ... mehr 

Endspurt für die Bürgerinitiative

Duisburg

Endspurt für die Bürgerinitiative

Für die Bürgerinitiative "Neuanfang für Duisburg", die die Abstimmung für Abwahl Sauerlands ... mehr 

mehr Gesellschaft
aus der Region

Gänsehaut und große Gefühle

Ivy Quainoo ist "The Voice of Germany"

Nach einer Woche auf der Flucht

Madonnas Stalker gefasst

Die Tops und Flops der Berlinale

Schöne Kleider, schlimme Kleider

"The Voice of Germany"

Einmal Star-Potential, bitte!

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Autokamera filmt riesigen Lichtkegel

Das Video könnte auch aus einem Science-Fiction-Film sein. Blogger jedoch wollen herausgefunden haben, dass es die Explosion eines ... mehr 

Mehr Gesellschaft

Nach einer Woche auf der Flucht

Madonnas Stalker gefasst

Madonna kann aufatmen: Ein als gefährlich geltender Fan der US-Popdiva wurde nach Polizeiangaben in LA gefasst. Der 54-Jährige wurde demnach zurück in die Psychiatrie gebracht, aus der er vor einer Woche getürmt war. mehr

 

Die Tops und Flops der Berlinale

Schöne Kleider, schlimme Kleider

Die 47-jährige Schauspielerin Juliette Binoche wird mit jedem Jahr ein bisschen schöner. Ihre Ausstrahlung ist grandios, sie wirkt frisch und strahlt. Da hätte sich so manch andere Star auf der Berlinale besser etwas von abgeguckt. mehr

 

54-Jähriger ist "hochgradig psychotisch"

Madonna-Stalker flüchtet aus Psychiatrie

 

Model Lena Gercke und Fußballer Sami Khedira

"Wir haben eine normale Beziehung"

 
 
Bilderstrecken
Kates Hochzeit beschert Pippa Imagewechsel
Kates Hochzeit beschert Pippa Imagewechsel
Am Tag der Hochzeit ihrer großen Schwester, Herzogin .. mehr 
 
Kates Hochzeit beschert Pippa Imagewechsel
Kates Hochzeit beschert Pippa Imagewechsel
Am Tag der Hochzeit ihrer großen Schwester, Herzogin ..
mehr 
Die Playmates des Jahres 2011
Die Playmates des Jahres 2011
Ein Jahr ist schon fast wieder rum und der ..
mehr 
Angelina Jolie zeigt sich glücklich mit den Schwiegereltern
Angelina Jolie zeigt sich glücklich mit den Schwiegereltern
Ein ungewöhnlicher Anblick: Angelina Jolie steht ..
mehr 
Herzogin Kate - schlicht, elegant und einfach schön
Herzogin Kate - schlicht, elegant und einfach schön
Bei einem Wohltätigkkeits-Konzert von Gary Barlow ..
mehr 
Die Absagen zur "Wetten, dass..?"-Nachfolge
Die Absagen zur "Wetten, dass..?"-Nachfolge
Der Nachfolger von Thomas Gottschalk muss in ..
mehr 
Victoria Beckham wird als Designerin geehrt
Victoria Beckham wird als Designerin geehrt
Victoria Beckham hat es geschafft: Mit dem Preis ..
mehr 
Rihannas Auftritt in Liebestöter-Wäsche
Rihannas Auftritt in Liebestöter-Wäsche
Eigentlich ist Sängerin Rihanna für ihren ..
mehr 
Tops und Flops der Kleider bei der Berlinale
Tops und Flops der Kleider bei der Berlinale
Bei der diesjährigen Berlinale gibt es erneut ..
mehr 
 
Top-Services