Emmy-Verleihung: Kein Preis für Heike Makatsch
zuletzt aktualisiert: 21.11.2006 - 06:11New York (RPO). Schauspielerin Heike Makatsch ist bei der Emmy-Verleihung für internationale Fernsehproduktionen gestern abend in New York leer ausgegangen. Prämiert wurden hingegen die Macher der deutschen Produktion "...wir können nur den Hass verringern" über den Dirigenten Daniel Barenboim und das Jugendensemble West-Eastern Divan Orchestra.
Makatsch war für ihre Rolle der Stofftier-Unternehmerin Margarete Steiff in dem gleichnamigen unter Federführung des SWR produzierten ARD/Arte-Film nominiert gewesen. Den Preis als beste Schauspielerin erhielt nach Angaben der Internationalen Akademie der Fernsehkünste Maryam Hassouni aus den Niederlanden für ihre Rolle als Terrorverdächtige in "Offers".
Enttäuscht seien sie dennoch "überhaupt nicht", betonte der Produzent von "Margarete Steiff", Arno Ortmair, nach der Gala in New York. Das Publikum, unter ihnen Schauspielerin Susan Sarandon und Regisseur Steven Spielberg, der selbst einen Sonderpreis erhielt, hätten sehr positiv auf die Leistungen von Makatsch reagiert. "Sie ist toll angekommen und hat gezeigt, dass sie internationales Format hat." Seiner Ansicht nach habe letztlich auch das "brandaktuelle Thema" von "Offers" den Ausschlag gegeben, fügte Ortmair hinzu.
Als beste Dokumentation wurde bei den 34. International Emmy Awards die BBC-Produktion "Hiroshima" ausgezeichnet, bei der auch das ZDF Koproduzent war. Der Brite Ray Winstone ("Vincent") erhielt den Preis als bester Schauspieler. Großbritannien war insgesamt sechs Mal erfolgreich. In der Kategorie "Kinder- und Jugendprogramm" gewann das Format "Sugar Rush", bei der "Comedy" die Produktion "Little Britain". Als "Drama-Serie" wurde "Life on Mars" geehrt und in der Rubrik "Non-scripted Entertainment" "Ramsay's Kitchen Nightmares".
Die französische Produktion "Nuit Noire, October 17, 1961" erhielt den Emmy in der Kategorie "TV-Film/Mini-Serie". Insgesamt gab es in diesem Jahr 36 Nominierte aus neun Ländern in neun Kategorien.
Regisseur Spielberg bekam einen Sonderpreis für seine "herausragende Fernsehkarriere". Die Central European Media Enterprises (CME) und ihr Gründer Ronald S. Lauder wurden für ihren Beitrag zur der Entwicklung des unabhängigen Fernsehens in Mittel- und Osteuropa geehrt.
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