Schauspielerin kämpft mit Klischeedenken: Kekilli: Auszeichnungen können negativ sein
zuletzt aktualisiert: 28.08.2010 - 11:46Hamburg (RPO). Für Schauspielerin Sibel Kekilli haben Preise nicht nur positive Auswirkungen. "Ich habe das Gefühl, dass viele Leute auch erstmal Angst haben, Bücher und Angebote zu schicken, wenn man einen Preis bekommen hat", sagte Kekilli im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp.
Es heiße dann schnell: "Sie hat sowieso keine Zeit, sie ist zu teuer - all dieses Klischeedenken kommt dann auf einmal auf einen zu."
Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2010 sagte die für die beste weibliche Hauptrolle in "Die Fremde" ausgezeichnete Kekilli, dass sie an guten Stoffen interessiert sei und es an Rollenangeboten mangele.
An der Seite von Axel Milberg spielt die 30-Jährige künftig im Kieler "Tatort" die Rolle der Sarah Brandt. Ihre Figur sei "tough, sie kennt sich mit Technik aus. Sie bringt schon einen Gegenwind rein. Sie respektiert Borowski zwar, lässt sich aber nichts sagen - im positiven Sinne", sagte Kekilli.
Nach einer Episodenrolle in "Tatort - Borowski und eine Frage von reinem Geschmack" (24. Oktober, 20.15 Uhr) im Ersten stehen beide im kommenden Frühjahr wieder gemeinsam vor der Kamera. "Sie wird sich als Kommissarin bewerben, viel mehr wissen wir auch noch nicht", sagte Kekilli. Eines stehe im Zusammenspiel mit Kommissar Borowski hingegen schon fest: "Es wird keine Liebesbeziehung geben."
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