Japan: Kronprinzessin Masako wagt sich raus
zuletzt aktualisiert: 16.02.2006 - 12:35Tokio (rpo). Japans Kronprinzessin Masako ist bekannt dafür, sich nur selten in der Öffentlichkeit blicken zu lassen. Nach Bekanntwerden der Schwangerschaft ihrer Schwägerin Kiko sah man die Prinzessin so gut wie nie. Nun besuchte Masako gemeinsam mit ihrem Mann, Thronfolger Naruhito, das Metropolitan Art Museum in Tokio.
Masako hatte sich in den vergangenen zwei Jahren nur selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Nach Angaben ihres Ärzteteams hatten physischer und mentaler Stress infolge ihrer Schwangerschaft, der Geburt ihrer Tochter Aiko im Jahr 2001 und einer Fehlgeburt Depressionen bei der Prinzessin ausgelöst.
Die oft mit Prinzessin Diana verglichene Masako hatte 1993 auf eine Top-Karriere als Diplomatin verzichtet, um den japanischen Kronprinzen zu heiraten. Da das Paar nach zehn Jahren Ehe nur eine Tochter bekommen hatte, geriet Masako zunehmend unter Druck, endlich einen männlichen Thronfolger zu gebären.
Das Bekanntwerden der Schwangerschaft von Prinzessin Kiko stellte die Debatte über eine neue Thronfolgeregelung zunächst in den Hintergrund. Sollte die Frau von Naruhitos jüngerem Bruder Akishino einen Sohn bekommen, könnte dieser den Chrysanthemen-Thron besteigen.
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