Schauspielerin beigesetzt: Letzter Applaus für Maria Schell
zuletzt aktualisiert: 30.04.2005 - 17:02Preitenegg (rpo). In dem österreichischen Bergort Preitenegg ist die Schauspielerin Maria Schell beigesetzt worden. Mehrere hundert Menschen nahmen an dem Trauerzug und Gottesdienst teil. Am offenen Grab spendeten sie der Schauspielerin auf Bitten ihres Bruders Maximilian einen letzten Applaus.
Die Hoffnung der zahlreichen Fotografen und Kamerateams auf Prominenz blieb unerfüllt: Neben der engen Verwandtschaft gaben vor allem Freunde und die Einwohner des Dorfs in Kärnten dem "Seelchen" das letzte Geleit.
Schell war am Dienstag im Alter von 79 Jahren in ihrem Almhaus an Herzversagen als Folge einer Lungenentzündung gestorben. Rund 250 Menschen begleiteten der APA zufolge schweigend den schlichten Eichensarg, der mit einem Gesteck aus roten Rosen geschmückt war, von der Aufbahrungshalle die Hauptstraße entlang zurück zur Pfarrkirche St. Nikolai. Die Angehörigen wie die Brüder Maximilian und Carl sowie ihre Tochter Marie-Theres Kroetz-Relin nahmen an dem Trauermarsch nicht teil. Dann füllte sich die kleine Dorfkirche bis zum letzten Platz für die Totenmesse.
Auf dem Friedhof würdigte Maximilian Schell seine Schwester. "Maria war nicht nur eine großartige Schauspielerin, sondern auch ein sehr lieber Mensch, vielleicht zu lieb." Mit ihrem Lächeln habe sie "nach dem Krieg etwas in die Welt gebracht, das verloren gegangen ist, nämlich die Hoffnung". Die in Wien geborene Schauspielerin wurde neben ihrer Mutter beigesetzt. Zahlreiche Kränze und Gestecke waren am Grab drapiert, darunter ein Herz aus weißen Rosen und Vergissmeinnicht von ihren Kindern. Letzte Blumengrüße gab es auch von zahlreichen Preiteneggern. Marta und Placido Domingo hatten einen Kranz geschickt.
Nach dem letzten Applaus stimmte der Chor das Lied "Der Engel begrüßte die Jungfrau Maria" an und die Angehörigen warfen die symbolische Schaufel Erde in das Grab. Anschließend stellten sich Maximilian und Carl Schell gemeinsam mit Marie-Theres Kroetz-Relin noch einmal eng umschlungen den Fotografen.
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