Adoptionsstreit: Madonna Anfang Mai wieder vor Gericht
zuletzt aktualisiert: 21.04.2009 - 11:55London (RPO). Am 4. Mai geht der Rechtsstreit um das Verbot der Adoption eines zweiten Kindes aus Malawi für Popstar Madonna in die zweite Runde. Nach einem Bericht der britischen Zeitung "Sun" verhandelt dann ein Berufungsgericht in dem afrikanischen Staat über den Fall.
Drei Richter des obersten Berufungsgerichts hätten darüber zu entscheiden, ob Madonna das vierjährige Mädchen Mercy doch bei sich aufnehmen darf. Die Sängerin muss den Angaben zufolge nicht persönlich vor Gericht erscheinen. Bis zu einer Entscheidung könnten zwei Wochen vergehen, hieß es.
Anfang April hatte ein Gericht Madonnas Adoptionsantrag mit der Begründung abgelehnt, dass die US-Amerikanerin zuvor nicht wie vorgeschrieben zwischen 18 und 24 Monaten in dem afrikanischen Staat gelebt habe. Das Gericht wollte keinen Präzedenzfall schaffen, hieß es.
Durch die Missachtung von Schutzvorschriften könnten Gerichte "aktiv den Handel von Kindern durch einige skrupellose Individuen" ermöglichen, die die schwache Rechtslage des Landes ausnutzen könnten, hatten Medien aus dem Urteil zitiert. Ein halbes Jahr zuvor hatte ein malawischer Richter die Adoption des Halbwaisen David durch die Sängerin noch genehmigt.
Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen hatten die geplante Adoption von Chifundo James, deren Vorname auf Englisch in Mercy übersetzt wird, scharf kritisiert und den Behörden vorgeworfen, Madonna bevorzugt zu behandeln. Ähnliche Vorbehalte waren auch aufgekommen, als Madonna ihren Adoptivsohn David aus Malawi zu sich nahm. Auch Mercys Familie hatte jetzt scharfe Kritik geübt: Die Großmutter sprach in der "Sun" gar von Diebstahl.
Madonna, die sich gerade von den Folgen eines Reitunfalls erholt, hat neben Adoptivsohn David (3) auch die beiden leiblichen Kinder Rocco (8) und Lourdes (12).
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







