Autopsie beim Modedesigner: McQueen erhängte sich in Londoner Wohnung
zuletzt aktualisiert: 17.02.2010 - 16:45London (RPO). Am Vorabend der Beerdigung seiner Mutter hat sich der britische Modedesigner Alexander McQueen in der vergangenen Woche in einem Schrank seiner Londoner Wohnung erhängt. Das teilte die Gerichtsmedizin am Mittwoch mit.
In der Nähe seines Todesortes habe McQueen einen Abschiedsbrief hinterlassen. Über dessen Inhalt wurde aber nichts mitgeteilt. Eine formelle Bestätigung, dass es sich um einen Selbstmord handelte, steht noch aus. McQueen Familie kann nun aber die Beerdigung planen.
Eine Sprecherin der Gerichtsmedizin, Lynda Martindill, teilte mit, McQueen habe sich erhängt und sei erstickt. Weitere Einzelheiten der Autopsie würden in einigen Monaten mitgeteilt. Verdächtige Umstände gebe es nicht, erklärte Polizeiinspektor Paul Armstrong. McQueen hatte wenige Tage vor seinem Tod am Donnerstag vergangener Woche auf Twitter in Mitteilungen seine Trauer über den Tod seiner Mutter zum Ausdruck gebracht. Freunde berichteten, McQueen habe sich auch stark unter Druck gefühlt, sich bei der Vorstellung seiner Kollektion in Paris wieder einmal selbst zu übertreffen.
Der 40-jährige McQueen galt lange Zeit als "enfant terrible" der Modeszene. Von 1996 bis 2001 war er Designer des traditionsreichen französischen Modeunternehmens Givenchy. Zu seinen Kundinnen zählten Madonna, Lady Gaga oder Naomi Campbell. 2003 wurde McQueen von Queen Elizabeth II. als Commander of the British Empire (Kommandeur des britischen Imperiums) ausgezeichnet.
Auf der Londoner Modewoche, die am Freitag eröffnet wird, sollte des Todes von McQueen gedacht werden. Es werde "etwas einfaches und geschmackvolles sein", sagte eine Sprecherin. Eine richtige Gedenkfeier werde es vermutlich später im Jahr geben.
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