Filmpläne: Mel Brooks hatte Angst vor Frankenstein
zuletzt aktualisiert: 16.03.2006 - 12:07München (rpo). Fast jedes Kind hat Angst vor Monstern. Und da auch Mel Brooks - inzwischen 79 Jahre alt - einmal ein Kind war, hatte auch er mit diesem Problem zu kämpfen. "Frankenstein" war in seinem Fall der Angst-Auslöser.
"Denn was uns am meisten Angst macht, ist das vollkommen irrationale Verhalten eines Monsters", sagte der 79-Jährige der "Süddeutschen Zeitung". Sein 23-jähriger Sohn Maximilian habe daher ein "Handbuch geschrieben, das uns für den Fall wappnen soll, dass wir einem Zombie über den Weg laufen".
Brooks sagte weiter, um das Thema Holocaust würde er immer einen Bogen machen. "Ich würde niemals einen Film wie Roberto Benignis 'Das Leben ist schön' machen", betonte er. Man könne den Horror nicht "mit einer Art Poesie weißwaschen".
Vielmehr würde er gern eine Satire auf den Irakkrieg drehen - "aber ohne Soldaten. Alles würde nur im Weißen Haus spielen". US-Präsident George W. Bush bringe ihn auf die Palme. Wenn er stinksauer sei, könne er sich jedoch "am besten amüsieren" und Satiren machen.
Seit Donnerstag ist Brooks im Kino mit dem Film "The Producers" vertreten, für den er das Buch lieferte und als ausführender Produzent tätig war. In dem Film geht es um das Musical "Frühling für Hitler", das eigentlich bewusst ein Reinfall werden soll, sich dann aber plötzlich als Erfolgsstück entpuppt.
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