Millionen-Rechtsstreit: Michael Jackson einigt sich mit Scheich
zuletzt aktualisiert: 24.11.2008 - 13:58London (RPO). Ein arabischer Scheich hatte Michael Jackson wegen angeblichen Vertragsbruchs angeklagt. Nur Stunden vor seinem geplanten Auftritt vor Gericht in London hat der 50-jährige Popstar in dem Rechtsstreit eine Einigung erzielt.
Nach einem Bericht der BBC war der einstige "King of Pop" bereits auf dem Weg ins Flugzeug Richtung Heathrow, als seine Rechtsberater ihn über die neue Lage informierten. Seine mit Spannung erwartete Aussage vor dem High Court in London blieb Jackson damit erspart.
Scheich Abdulla Bin Hamad Bin Isa Al-Khalifa, der Sohn des Königs von Bahrain, hatte den Sänger Medienberichten zufolge auf umgerechnet rund 5,6 Millionen Euro verklagt, weil dieser einen Musikvertrag mit ihm nicht eingehalten habe.
Nach Darstellung des Scheichs war mit Jackson nicht nur die gemeinsame Produktion eines neuen Albums vereinbart gewesen, sondern auch ein Musical und eine Autobiografie. Jackson bestritt die Vorwürfe und betonte, es habe kein gültiges Abkommen zwischen ihnen gegeben.
Der Scheich gab an, er sei während Jacksons Aufenthalt in Bahrain für den Lebensunterhalt des Sängers aufgekommen, für seine Reisen und sonstigen Ausgaben. Jackson sprach dagegen von "Geschenken" des Scheichs. Der Popstar hatte nach seinem Freispruch im Prozess um angeblichen Kindesmissbrauch im Juni 2005 seine Neverland-Ranch in Kalifornien verlassen und war mit seinen Kindern für rund ein Jahr nach Bahrain gegangen.
Vor allem wegen neuer Spekulationen um Jacksons Gesundheitszustand war dessen Auftritt vor Gericht mit Spannung erwartet worden. Sein Anwalt hatte zunächst beantragt, Jackson per Video-Übertragung aus Los Angeles aussagen zu lassen. Er hatte dies mit der Sorge um seine Gesundheit begründet. Kurz darauf entschieden dann die Ärzte, dass Jackson fit genug sei, um zu fliegen.
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