First Lady auf dem Vogue-Cover: Michelle Obama: Die neue Stil-Ikone
VON TINA STOCKHAUSEN - zuletzt aktualisiert: 11.02.2009 - 21:18Washington (RP). Mit ihrer Kleiderwahl sorgt die neue First Lady weltweit für Aufsehen. Jetzt ist die 45-Jährige auf dem Cover der neuen amerikanischen "Vogue" zu sehen. Die Medien feiern sie für ihre Stilsicherheit bereits als nächste Jackie Kennedy. Obamas Markenzeichen: Hüftgürtel und intensive Farben.
Ein tiefrotes Seidenkleid hat sie ausgewählt auffällig, offensiv, aber nicht zu sexy, eben ganz ihr Stil. In diesem Kleid ist Amerikas First Lady Michelle Obama auf dem Titel der März-Ausgabe der amerikanischen Vogue zu sehen, einem der einflussreichsten Modemagazine weltweit. Damit dürfte die Präsidentengattin endgültig zur neuen Stil-Ikone der Amerikaner geworden sein.
Bereits im Wahlkampf fiel die 45-Jährige mit ihrer Kleiderwahl auf. Seitdem wird sie immer öfter mit Jackie Kennedy verglichen. Denn während Michelle Obamas Vorgängerinnen Laura Bush und Hillary Clinton dezent-schlichte Kostüme trugen, sucht die Juristin bevorzugt figurbetonte Kleider in kräftigen Farben wie Rot, Orange und Türkis aus. Mutig und selbstbewusst ist ihr Stil, auffällig und einzigartig. Ihr Markenzeichen: der Hüftgürtel, den sie oft zu Kleidern und Kostümen trägt. Dazu oft flache Schuhe, gern mal eine Perlenkette.
Ihre Lieblings-Designer sind nicht die Haute-Couture-Schneider, sondern unbekannte Modemacher wie Isabel Toledo, die das bestickte Etuikleid in der Farbe "Zitronengras" entworfen hatte, das Michelle Obama bei der Amtseinführung ihres Mannes trug. Danach feierte die amerikanische Modebranche die neue First Lady als "Botschafterin des modernen Stils". Ausgelöst hatte sie den Mode-Hype bereits mit einem schwarz-weißen "Donna Ricci"-Kleid für umgerechnet 95 Euro, das sie in einer Talkshow trug und das im Nu ausverkauft war.
Es ist Michelle Obamas ganz eigener Geschmack, den sie zeigt. Bei der Kleiderwahl lässt sich die zweifache Mutter von niemandem reinreden. Auf Stilberater verzichtet sie, und auch beim Foto-Shooting der Vogue hat sie sich nicht bevormunden lassen. "Sie brauchte keine Hilfe bei der Auswahl", erzählte Vogue-Redakteur Andre Leon Talley nach dem Termin. "Sie liebt Mode und weiß, was an ihr gut aussieht." Nicht ein Mal habe sie gefragt "Wie sieht das an mir aus?"
Nicht alle Amerikaner mögen ihren Stil. Einigen älteren Konservativen sind die nackten Schultern und engen Röcke zu offenherzig, nicht angemessen für eine First Lady. Bei solcher Kritik bleibt Michelle Obama gelassen: "Letztendlich wird es immer jemanden geben, dem nicht gefällt, was du trägst. Die Geschmäcker sind eben verschieden." Sie bleibt ihrem Stil treu, egal was die Leute sagen und drückt damit eben jenes Selbstbewusstsein aus, dass sich in ihrer Kleiderwahl so deutlich wiederspiegelt.
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