Royaler Handkuss am Ende des Urlaubs: Michelle Obama im Bonbon-Kleid zum König
zuletzt aktualisiert: 08.08.2010 - 19:23Palma de Mallorca (RPO). Mit einem Besuch beim Königspaar in Spanien haben die First Lady der USA, Michelle Obama, und ihre neunjährige Tochter Sasha einen royalen Schlusspunkt ihres Kurzurlaubs gesetzt. Mutter und Tochter Obama speisten am Sonntag mit König Juan Carlos und seiner Frau Sofia in deren Sommerpalast auf Mallorca zu Mittag.
Der hohe Besuch aus den USA hatte in den vergangenen Tagen immer wieder Menschenaufläufe verursacht.
Bei dem Mittagessen in der Sommerresidenz Marivent in der Nähe der Inselhauptstadt Palma de Mallorca gab es als Vorspeise Gazpacho, eine für Spanien typische kalte Gemüsesuppe. Als Hauptgang wurden gegrillter Steinbutt, Kalbsfleisch mit Senfsauce sowie ein typisch mallorquinisches Gemüsegericht serviert, als Dessert gab es Eis mit frischen Früchten. Dazu wurden, zumindest für die Erwachsenen, spanische Weiß- und Rotweine kredenzt.
Das Treffen mit Mutter und Tochter Obama ließ sich auch Kronprinzessin Letizia nicht entgehen. Ihr Mann Felipe war nicht mit von der Partie, weil er zu der Amtsübernahmezeremonie des neuen kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos am Samstag nach Bogotá gereist war.
Mutter und Tochter Obama erschienen sommerlich gekleidet im Königspalast: Michelle trug ein Bonbon-Kleid, Sacha ein lachsfarbenes Trägertop zu gelbem Tüllrock. Dazu trugen beide metallisch glänzende Ballerinas. König Juan Carlos hatte sich zu dunklem Jackett und weißem Hemd die Krawatte gespart, Sofia trug eine blau-gemusterte Tunika zu weiter weißer Hose. Letizia wählte ein elegantes weißes Kleid mit Perlenschmuck.
Vier Tage in Spanien
Michelle Obama und ihre jüngere Tochter verbrachten insgesamt vier Tage in Spanien. Das Weiße Haus hatte erklärt, es handele sich um "einen privaten Mutter-Tochter-Trip mit langjährigen Freunden der Familie". Präsident Barack Obama blieb in den USA und musste seinen 49. Geburtstag am Mittwoch daher ohne seine Familie feiern. Seine ältere Tochter, die zwölfjährige Malia, gratulierte auch nicht persönlich: Sie machte Urlaub in einem Feriencamp.
Wo auch immer Michelle Obama in Spanien auftauchte, herrscht helle Aufregung. Als die 46-jährige am Samstag mit Sasha und Freunden das mittelalterliche Städtchen Ronda besuchte, wurden aus Sicherheitsgründen einige Straßen abgesperrt. Dennoch versuchten hunderte Schaulustige, einen Blick auf die Obamas und ihre Entourage zu erhaschen.
Die Präsidentengattin hatte am Mittwoch im Luxushotel Villa Padierna nahe dem schicken südspanischen Küstenort Marbella eingecheckt. Am Donnerstag besichtigte sie mit Sasha in Granada unter anderem die Kathedrale und den aus der Maurenherrschaft stammenden Palast Alhambra. Am Freitag gönnten sich Mutter und Tochter eine Auszeit am Strand von Estepona, auch hier wurden sie allerdings von hunderten Schaulustigen umringt.
Am Samstagabend aßen Michelle und Sasha Obama in einem Restaurant in der Nähe von Marbella zu Abend. Zuvor war spekuliert worden, dass die First Lady an einer Wohltätigkeitsveranstaltung in der Villa Padierna teilnimmt, die von den Hollywood-Stars Antonio Banderas und Eva Longoria ausgerichtet wurde. Der aus Südspanien stammende Banderas sagte zu dem Besuch aus den USA, er finde es "nett, dass solche Leute unserem Land Beachtung schenken". Er forderte seine Landsleute gleichzeitig auf, die Obamas nicht zu stören - "sonst kommen sie nicht wieder".
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