Bettina Wulff läuft für den guten Zweck: Moderne First Lady voller Energie
VON CAROLA SIEDENTOP - zuletzt aktualisiert: 12.06.2010 - 21:12Düsseldorf (RPO). Bettina Wulff hat Power: Niedersachsens First Lady ist nicht nur das hübsche Aushängeschild für so manche Wohltätigkeitsveranstaltung, sie mischt auch gerne mit. Nun lief die 36-Jährige, deren Ehemann Christian Wulff für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert, für einen guten Zweck rund um den Maschsee in Hannover.
Bettina Wulff gehört zweifelsohne zum modernen Typ der Politiker-Frau: Sie hat eine Patchworkfamilie, arbeitet trotzdem weiter in ihrem Beruf als Pressereferentin und begnügt sich nicht nur mit repräsentativen Auftritten. Sollte ihr Ehemann, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), neuer Bundespräsident werden, brächte sie frischen Wind ins Schloss Bellevue.
Die hochgewachsene Blondine aus Hannover bewies nun beim „B2Run“-Firmenlauf zugunsten der Stiftung “Eine Chance für Kinder”, bei der sie selbst Schirmherrin ist, Durchhaltevermögen. Bei warm-schwülem Wetter lief sie sechs Kilometer. Die Chance, sich bei dem sportlichen Engagement zu blamieren, war auch vergleichsweise gering. Bettina Wulff joggt, fährt viel Fahrrad geht schwimmen.
Moderne Patchwork-Familie
Seit 2006 ist die energiegeladene Frau mit Christian Wulff (50) zusammen, 2008 heiratete das Paar. Damals war sie mit dem gemeinsamen Kind Linus Florian (2) schwanger. Aus einer früheren Beziehung stammt Sohn Leander (6). Christian Wulff hat eine fast erwachsene Tochter aus seiner ersten Ehe. Eine moderne Patchwork-Familie.
„Wir bekämen ein Präsidenten-Paar, das ein noch nicht schulpflichtiges Kind hat, außerdem ein Schulkind, das Bettina mit in die Ehe gebracht hat. Hinzu kommt Wulffs Tochter aus erster Ehe, die demnächst Abitur macht. So etwas prägt Themen und Lebensumstände“, sagte Niedersachsens CDU-Fraktionschef und Anwärter für die Wulff-Nachfolge David McAllister über seinen Parteikollegen im Interview mit unserer Redaktion.
Doch Bettina Wulff kennt auch die Nöte alleinerziehender Mütter, denn vor ihrer Ehe zog sie ihren ersten Sohn ohne Partner auf. Die Doppelbelastung durch Familie und Beruf ist kein Fremdwort für sie. Die Hannoveranerin hat Medienmanagement studiert und arbeitet weiterhin halbtags als Pressereferentin für eine Drogerie-Kette. Nach der Geburt von Linus machte sie ein Jahr Babypause, die sie genossen habe. „Dann fing es an zu kribbeln – ich wollte zurück in den Job“, sagte sie in einem Interview mit dem Magazin „Focus“.
Das alles sind gute Voraussetzungen, um selbst als Gattin des Bundespräsidenten nicht die Bodenhaftung zu verlieren.
Bettina Wulff würde sich als First Lady ihre Vorgängerin Eva Luise Köhler zum Vorbild nehmen. "Ich habe sie als freundliche, positive Person erlebt, die sehr offen auf die Menschen zugegangen ist", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Ihre Art kam bei den Menschen als natürlich an. Das würde ich mir auf jeden Fall zum Vorbild nehmen", sagte Wulff.
Eine wichtige Funktion der Frau des Bundespräsidenten sieht Bettina Wulff außerdem darin, sich für soziale Themen stark zu machen. Sie könne sich auch vorstellen, für eine begrenzte Zeit ihren Beruf als Pressereferentin aufzugeben. "Ich würde die Aufgaben an der Seite meines Mannes dann als meine Art Arbeit verstehen", sagte sie.
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