Mike Krüger im Interview: "Nie mehr Supernasen"
zuletzt aktualisiert: 11.12.2010 - 12:13Düsseldorf (RP). Der Comedian Mike Krüger (59) spricht im Gespräch mit unserer Redaktion über alte Freunde und neue Projekte.
Bei "Verstehen Sie Spaß?" zeigen Sie heute Auszüge aus Ihrem Programm"Is' das Kunst, oder kann das weg?", mit dem sie derzeit u.a. durch NRW touren. Damit verarbeiten Sie Ihren Umzug von Quickborn zurück nach Hamburg.
Mike Krüger Richtig. Ich stehe inmitten von Umzugskartons, aus denen ich alle möglichen Dinge hervorkrame. Eine geniale Idee, wie sich herausgestellt hat. Mit den Kartons kommt man kinderleicht vom hundertsten ins tausendste.
Vom Dauerbrenner Frau/Mann über Alkohol zum Wehrdienst – Ihr Publikum lacht seit 35 Jahren, so lang sind Sie als Entertainer erfolgreich über das Gleiche. Und es fordert während der Shows die gleichen Lieder ein.
Krüger Klar! "Der Nippel" erlebt gerade eine echte Renaissance. Der Song war in Österreich im vergangenen Jahr der Partysong schlechthin, das schwappt jetzt zu uns rüber. Vor allem junge Leute singen den "Nippel" mit. Das ist natürlich ausgesprochen erfreulich.
Erfreulich, aber auch erstaunlich: Die Hälfte Ihrer Zuschauer ist zwischen 18 und 30 Jahre jung.
Krüger Bei den jungen Fans haben mir sicherlich die zehn Jahre bei "7 Tage, 7 Köpfe" sehr geholfen. Ich habe im Laufe meiner Karriere immer wieder neue Sachen gemacht, um neue Generationen zu erschließen. Man muss immer wieder Neues anbieten.
Ein neuer Film mit Thomas Gottschalk war im Gespräch. Mit ihm haben Sie in den 80ern "Die Supernasen" gedreht. Sie hatten eine neue Zusammenarbeit Ende Oktober vom Drehbuch abhängig gemacht.
Krüger ,Supernasen reloaded' sehe ich inzwischen nicht mehr. Der Erfolg von damals wird sich kaum toppen lassen. Wenn nach jedem meiner Konzerte zehn, 15 Leute da stehen und sagen: ,Signier doch mal die Supernasen-DVD', dann sehe ich, wie groß dieser Mythos immer noch ist. Deshalb sollte man ihn wohl ruhen lassen.
Thomas Gottschalk will nach dem tragischen Unfall bei "Wetten, dass..?" schon an diesem Sonntag wieder moderieren.
Krüger Mit der Situation, in der Thomas ist, geht jeder auf seine Weise um. Als Außenstehender kann man da weder helfen noch Ratschläge geben.
Ihre Tour, die Sie am 13. Dezember nach Erkrath und am 10. Februar nach Neuss führt, läuft bis Ende März. Was kommt danach?
Krüger Nach 110 Shows zunächst einmal ein ruhiger Sommer, wir werden den Juli wie immer auf Sylt verbringen. Im Herbst machen wir dann noch einige Termine mit "Is' das Kunst?". Für die Zeit danach sind einige interessante Dinge in der Pipeline. Gerade im Bereich Film kommen immer wieder neue Angebote. Das ist ein absoluter Luxus, für den ich dankbar bin. Die nächsten zwei, drei Jahre habe ich jedenfalls gut zu tun.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







