Eva Herman legt nach: Presse in Teilen "gleichgeschaltet"
zuletzt aktualisiert: 28.09.2007 - 13:36Berlin (RPO). Drei Wochen nach ihren umstrittenen Äußerungen zur Nazi-Zeit macht TV-Moderatorin Eva Herman in einem Interview den deutschen Medien schwere Vorwürfe. Dabei benutzt sie erneut bedenkliches Vokabular. Die Medienlandschaft sei in Teilen "gleichgeschaltet" und habe das Ziel, sie zu "liquidieren".
Eva Herman sprach mit dem Medienmagazin "V.i.S.d.P". Wörtlich sagte die Buchautorin und Journalistin hier über ihre Darstellung in den Medien: "So kühn kann man gar nicht denken, um sich auszumalen, was hier wirklich passiert ist: Ein vorsätzliches Liquidieren durch eine zum Teil gleichgeschaltete Presse."
Unter "Gleichschaltung" verstanden NS-Politiker im "Dritten Reich" Maßnahmen, im Rahmen der "Machtergreifung" alle gesellschaftlichen und staatlichen Organisationen sowie Strukturen zu entmachten und gefügig für die kommende Diktatur zu machen.
An ein Ende ihrer journalistischen Karriere denkt Herman nicht: "Berufsverbot ist eine altbekannte Methode, um jemanden kaltzustellen. Aber alle, die sich jetzt freuen, dass ich mundtot gemacht werde, die muss ich enttäuschen."
Ihrerseits enttäuscht zeigt sich Herman von Bettina Tietjen, mit der sie viele Jahre die NDR-Talkshow "Herman & Tietjen" moderiert hatte und die sich zuletzt öffentlich von ihr distanzierte: "Meine Mutter hat in diesem Zusammenhang zu mir gesagt: Kind, jeder Mensch muss im Laufe seines Lebens derartige Erfahrungen machen, damit er Menschen kennen lernt."
Auch darüber, wie sie die vergangenen Tage verbracht hat, sprach die Fernsehjournalistin und Buchautorin mit V.i.S.d.P.: "Ich habe viel Zeit in Anwaltskanzleien verbracht, jeden Mittag gekocht und zum Wochenende Apfelkuchen gebacken."
Bereits im Vorfeld hatte Herman in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" eine Klage gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber NDR angekündigt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







