Streit mit Bargast: Rapper Sido vor Gericht
zuletzt aktualisiert: 12.10.2009 - 14:29Berlin (RPO). Der Berliner Rapper Sido soll einen Bargast bedroht, beleidigt und schwer verletzt haben. Deswegen muss sich der 28-jährige Sänger ab Montag vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Der Künstler hat ein Teilgeständnis abgelegt.
Mit einem Teilgeständnis des Musikers hat am Montag in Berlin der Prozess gegen den Rapper Sido begonnen. Der 28-Jährige muss sich vor dem Amtsgericht Tiergarten wegen Bedrohung, Beleidigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung verantworten. Im August 2007 soll er in einer Bar im Berliner Stadtteil Friedrichshain einen Gast beleidigt und bedroht sowie anschließend dessen gehbehinderte Mutter vom Hof aus mit vier Pflastersteinen beworfen haben. Die Frau wurde nicht getroffen.
Der Anklage zufolge drohte Sido dem Gast, ihn abzustechen und dessen Mutter mit einer Krücke zu erschlagen. Der Rapper gab im Prozess zu, bei dem Gespräch mit dem Mann "aufbrausend" gewesen zu sein und dabei den "Satz mit der Krücke" gesagt zu haben. "Das klingt sehr nach mir" sagte er.
Der Mann habe ihn zuvor provoziert. Sido bestritt jedoch, die Mutter des Mannes mit Pflastersteinen beworfen zu haben. Er gab an, aus "Frust eine Handvoll Kieselsteine" ins Café geworfen zu haben. Ein älterer Streit zwischen seiner Freundin und dem Mann um einen Parkplatz vor einem Café war seinen Angaben nach der Auslöser des Vorfalls.
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