Drama im Hause des bekannten Liedermachers: Reinhard Meys Sohn liegt im Wachkoma
zuletzt aktualisiert: 07.09.2009 - 13:11Düsseldorf (RPO). Er ist Deutschlands erfolgreichster und beliebtester Liedermacher. Jetzt spricht Reinhard Mey das erste Mal offen über das Schicksal seines Sohnes Maximilian. Der liegt seit sechs Monaten im Wachkoma.
"Es ist ein Ereignis, dass die Familie in den Grundfeste erschüttert hat", erzählt der 66-Jährige am Montagabend in der Sendung "Beckmann" (ARD, 22.45 Uhr).
Die Tragödie ereignete sich am 13. März. Sein Sohn habe einen fröhlichen Abend mit seiner Freundin und ein paar Freunden verbracht, schilderte Mey den tragischen Abend der "Bild"-Zeitung. Dann habe er sie ins Bett gebracht und ihr noch eine Wärmflasche gemacht. "Dann ist er auf den Balkon gegangen, um noch eine Zigarette zu rauchen, und ist dann umgefallen", schildert der Sänger die Tragödie.
Dass Mey öffentlich über das schwere Schicksal seiner Familie spricht, soll eine Ausnahme bleiben. Darauf machte Mey vorab in einem offenen Schreiben auf seiner Homepage aufmerksam: "Ich habe nie ein Geheimnis aus meinem Leben gemacht und alle Hochs und Tiefs über meine Lieder und Äußerungen mit meinen Zuhörerinnen und Zuhörern geteilt. Es ist mir wichtig, das auch jetzt zu tun, mit diesen Zeilen und in einem ausschließlichen und einzigen Gespräch mit Reinhold Beckmann, mit dem ich befreundet bin und dem ich vertraue."
In dem Communiqué beschreibt Mey zunächst in erschütternden Worten, was geschehen ist. "Eine nicht erkannte, verschleppte Lungenentzündung und Herzrhythmusstörungen haben im Frühjahr bei unserem Sohn Maximilian einen Zusammenbruch mit Atem- und Herzstillstand ausgelöst. Rettungskräften ist es gelungen, ihn zu reanimieren", heißt es dort.
Sein Sohn werde seitdem intensiv medizinisch und auf "bewunderungswürdige Weise" versorgt. Mey dankt ausdrücklich den Ärzten, Pflegerinnen und Pflegern, Therapeutinnen und all denen, die ihnen derzeit zur Seite stehen.
Zur möglichen Ursache sagt Reinhard Mey laut "Bild" in der Sendung: "Es hat sich herausgestellt, dass er eine schwere Lungenentzündung mit drei unerschiedlichen Keimen hatte." Ein Antiallergikum, das die Ärzte im Blut fanden, könne als Nebenwirkung zu Herzstillständen führen.
Seitdem wechseln sich Hoffnung und Enttäuschung ab. An einigen Tagen habe Maximilian hohes Fieber und es sei keine Kontaktaufnahme möglich, an anderen Tagen merke man deutlich, "da ist eine Reaktion", so Mey.
Zum Schluss zeigt sich Reinhard Mey von seiner tapferen Seite: "Wir haben noch einmal, im Alter von 66 und 61, ein Kind. Und alle Verpflichtungen, alle Kraft und allen Enthusiasmus, als er klein war."
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