Thierry Henry: Rosenkrieg beim Fußballstar
zuletzt aktualisiert: 28.07.2008 - 21:51London (RPO). "Was mein ist, soll auch Dein sein" - immer öfter wird bei Ehen auf diesen Satz verzichtet. Und ist die Ehe erst vorbei, wird bei der Scheidung bitter um jeden Pfennig gestritten. Jüngstes Beispiel: Fußballstar Thierry Henry und seine Ex-Frau Claire. Nach nur vier Jahren Ehe haben sie für den Streit ums Geld Top-Anwälte engagiert - der Rosenkrieg kann beginnen.
Allein die Namen der Anwälte würden so manche Gegenseite erblassen lassen. Thierry Henry lässt sich von Mishcon de Reya vertreten, dessen Klientin Prinzessin Diana bei ihrer Trennung von Prinz Charles war. Sie hat Fiona Shackleton engagiert, die schon Paul McCartney bei dessen Scheidung von Heather Mills vertrat.
Zugegeben: Nicht umsonst gilt Scheidung als Armutsrisiko. Doch bei den Stars und den Superreichen geht es bekanntlich mitnichten um die Sicherung des Existenzminimums oder auch die Frage, wer welches Hochzeitsgeschenk behalten darf. Und obwohl sie sonst nicht genug mit ihren Reichtümern angeben können, machen sich manche in den Unterhaltsverhandlungen dann ganz klein.
Zurück zu Thierry Henry: Der französische Nationalspieler hat jahrelang bei Juventus Turin und Arsenal London gespielt und ist jetzt beim FC Barcelona, er wirbt für Nike, McDonald's und den Computerspiel-Riesen Nintendo. Alles Unternehmen, die nicht gerade für ihre mickrigen Gehälter bekannt sind. Und doch: "Sein Anwalt tut so, als lebe Henry knapp am Existenzminimum," schimpft ein Mitarbeiter der Anwältin von Henrys Ex-Frau Claire.
Doch Henry will eben ganz sicher gehen, dass Claire von seinem Geld nicht zu viel bekommt. Dabei ist ihre Forderung - verglichen mit dem, was so manch andere Promi-Ex abräumt, vergleichsweise gering. "Nur" zehn Millionen Pfund, umgerechnet 12,7 Millionen Euro, will sie nach vier Jahren Ehe.
Henry argumentiert, dass Ex-Model Claire, die Mutter seiner zweijährigen Tochter Tea, an keinem seiner beruflichen Erfolge beteiligt gewesen sei. Schließlich sei er schon erfolgreich gewesen, als er Claire im Jahr 2001 beim Dreh zu einem Werbespot kennenlernte. Auch seine Villa im Wert von umgerechnet rund acht Millionen Euro habe er vor der Ehe gekauft. Und seine jängsten, wichtigsten Deals - darunter der Wechsel zu nach Barcelona im Wert von 16 Millionen Pfund - habe er erst nach dem Ende der Ehe gemacht.
Gleichzeitig erklärt das Team von Thierry Henry, dass Claire ihren Lebensstil auch dann hätte einschränken müssen, wenn es im September 2007 keine Blitzscheidung gegeben hätte - schließlich wolle Henry sich demnächst zur Ruhe setzen und werde dann ein geringeres Einkommen ahben.
"Höchst unwahrscheinlich" fanden das Claires Anwälte - und lehnten ein Angebot über eine geringere Abfindung ab. "Es geht darum, zu bekommen, was mir zusteht," zitiert die bristische Boulevardzeitung "The Sun" Claire Henry, "schließlich bin ich die Mutter seines Kindes".
Fest steht: Selbst im Fall eines gewonnenen Rechtsstreits wird Henry nicht ganz ohne zu zahlen davon kommen. So viel es aber auch sein wird - in die teuersten Scheidungen aller Zeiten wird die Henry-Scheidung nicht eingehen.
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