Moritz Bleibtreu: Seine Mutter nahm ihm die Angst vor Dämonen
zuletzt aktualisiert: 17.09.2010 - 10:14München (RPO). Moritz Bleibtreu, der in Oskar Roehlers biografischem Drama 'Jud Süß - Film ohne Gewissen' Nazi-Verbrecher Joseph Goebbels darstellt, findet Filme über die braune Vergangenheit wichtig: "Als 'Der Untergang' rauskam, war das für mich ein Befreiungsschlag. Endlich mal jemand, der sich traut, den Teufel auf die Leinwand zu malen", sagte der Schauspieler in einem Interview.
In diesem Zusammenhang erinnerte sich 39-Jährige an eine Anekdote aus seiner Kindheit: "Als ich klein war, hatte ich einen Albtraum und bin weinend zu meiner Mutter gelaufen", verriet gegenüber Tele 5: "Als sie wissen wollte, von was ich träumte, sagte ich: 'Da war irgend so ein Teufel'. Und meine Mutter meinte: 'Komm, mal ihn mir auf'. Also hab ich mich um 3 Uhr nachts hingesetzt und gemalt. Logischerweise kam irgend so ein Hampelmännchen raus.
'Und davor hast du Angst?', fragte mich meine Mutter. "Nein, stimmt - davor habe ich keine Angst", antwortete ich wahrheitsgemäß und ging wieder pennen". Bleibtreu meint, dass so ein Umgang auch im Kino funktioniere: "Nur, wenn du die Geschichte benutzt und zum Teil deines Lebens machst, wirst du sie ertragen können", sagte der Familienvater.
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