Teenie-Superstar Miley Cyrus stellt ihren Kinofilm vor: "Servus München!"
zuletzt aktualisiert: 26.04.2009 - 10:54München (RPO). Schon am frühen Samstagnachmittag sind die Foyers des Münchner Mathäser Filmpalasts überfüllt mit Hunderten meist weiblicher Fans. Immer wieder brechen ohrenbetäubende "Miley, Miley"-Sprechchöre los - dabei ist der sehnsüchtig erwartete Teenie-Superstar Miley Cyrus längst noch nicht in Sicht.
Die 16-Jährige macht am Ende ihrer Europatour Station in München, um ihren neuen Film "Hannah Montana", der auf der gleichnamigen Disney-Sitcom basiert, vorzustellen.
"Die ersten Fans warten hier schon seit zehn Uhr morgens", sagt einer der Organisatoren. Fast 1000 Karten wurden nach Angaben der Veranstalter für die Premiere in München verkauft, hinzu kommen 600 geladene Gäste. Viele der Wartenden haben nicht einmal eine Karte für die Filmpremiere ergattert und kamen nur, um einen Blick auf den Superstar werfen zu können, wie die zwölfjährige Sarah aus München.
"Ich hab mich einfach reingedrängelt"
Sie hatte Glück und konnte einen Platz an der Absperrung zum roten Teppich ergattern. "Ich hab mich einfach reingedrängelt - für Miley", sagt sie und lächelt ein bisschen verlegen. Hinter ihr bezieht eine Gruppe Fans mit umfangreicher "Hannah Montana"-Ausrüstung Position: eine rosa Pappgitarre mit Foto der Künstlerin, ein Schild mit der Aufschrift "Miley, I love you" und rosa T-Shirts.
Am späten Nachmittag steigt die Spannung. Die ersten Stars der Gästeliste treffen ein: ARD-Serienstar Florian Simbeck mit seiner Familie, sein Kollege Rene Oltmans und Schauspielerin Sunny Melles. Bald ist klar, dass nur noch Cyrus fehlt. Sprechchöre und hysterisches Kreischen überschlagen sich, immer wieder sind Sanitäter vom Roten Kreuz im Einsatz, um hyperventilierende Mädchen aus der Menge zu ziehen.
Mitunter sind sich die Fans nicht einig, ob sie "Hannah" oder "Miley" schreien sollen. Film und Realität liegen verwirrend nah beieinander. In "Hannah Montana" spielt Miley Cyrus einen Teenager - Miley Stewart - der tagsüber ein ganz normales Leben im Kreise von Familie und Freunden führt.
Geheimes Doppelleben
Abends tritt sie durch einen Schrank hinter ihrem Zimmer, streift Perücke und Glitzerklamotten über und ist der gefeierte Superstar Hannah Montana. Ein Doppelleben von dem neben der besten Freundin nur ihr Vater weiß, gespielt von Billy Ray Cyrus, dem realen Vater von Miley Cyrus. Am Ende des Films muss sich Hannah entscheiden, in welcher Welt sie leben will.
"Der Film zeigt, dass es Zeit braucht, sich selbst und die eigenen Wurzeln zu verstehen. Das steht mir eines Tages auch noch bevor", sagt Cyrus.
Um 17.30 Uhr ist es soweit: Cyrus betritt den roten Teppich in einem Outfit, das aus Hannahs Geheimschrank stammen könnte. Im elfenbeinfarbenen Glitzerkleid signiert sie in rekordverdächtigem Tempo alles, was ihr hingehalten wird: DVDs, Zeitschriften, T-Shirts und iPods. Vater Billy Ray und Regisseur Peter Chelsom folgen mit einigem Abstand.
"Sie ist wunderbar"
Sarah strahlt überglücklich: Sie hat ein Autogramm von Tochter und Vater Cyrus ergattert. "Sie ist wunderbar", jubelt die Schülerin, "ein Star und gleichzeitig ganz normal". Hinter ihr brechen einige Fans in Tränen aus, weil sie leer ausgingen.
Im Kinosaal angekommen, begrüßt Miley Cyrus ihre Fans mit den deutschen Worten "Servus München!" und erklärt, es habe "großen Spaß" gemacht, den Film zu drehen. Bevor sie die Bühne wieder verlässt, hält Moderatorin Johanna Klum zwei Überraschungen bereit, von denen auch die junge Künstlerin nichts ahnte: Die Leser der Jugendzeitschrift Bravo haben sie mit über 100.000 Stimmen zur "beliebtesten Schauspielerin" gewählt, wofür ihr Klum den goldenen "Bravo-Otto" überreicht. Zusätzlich bekommt sie eine goldene Schallplatte für den "Hannah Montana"-Soundtrack.
Cyrus nimmt die Auszeichnung strahlend entgegen, ächzt dann aber scherzend: "Ist der schwer - damit kann man ja Hanteltraining machen", und verlässt unter begeistertem Gelächter ihrer Fans den Saal.
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