Trotz Protesten: Singapur will australischen Drogenschmuggler hinrichten
zuletzt aktualisiert: 01.12.2005 - 16:11
Berlin/Singapur (AP). Trotz massiver Proteste der Regierung in Canberra soll am Freitag in Singapur ein australischer Drogenschmuggler hingerichtet werden. Ministerpräsident Lee Hsien Loong bekräftigte am Donnerstag bei einem Besuch in Berlin, für den 25 Jahre alten Nguyen Tuong Van werde es keine Gnade geben. Drogenhandel werde in Singapur als gravierend angesehen. "Die Strafe ist der Tod", sagte Lee nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen." Nguyen war 2002 auf dem Flugplatz von Singapur im Besitz von 400 Gramm Heroin festgenommen worden. Er soll erhängt werden. Der australische Generalstaatsanwalt Philip Ruddock sprach im Fernsehsender Sky von einem "barbarischen Akt". Eine Umfrage ergab am Donnerstag, dass 47 Prozent der Australier der Meinung sind, die Todesstrafe solle vollstreckt werden. 46 Prozent sind demnach dagegen. Die Familie des aus Vietnam stammenden Nguyen nahm am Donnerstag von dem Verurteilten Abschied.
Quelle: ap
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