Besuch in Mombasa: So verarbeitet Nicolas Cage seinen Bankrott
zuletzt aktualisiert: 22.11.2009 - 10:55Mombasa (RPO). Nicolas Cage ist in diesen Tagen nicht zu beneiden. Unter der Woche war bekannt geworden, dass der Hollywoodstar pleite ist, einen Tag später warf Cages ehemaliger Finanzberater Samuel Levin dem Superstar einen verschwenderischen Lebensstil vor. Zu viel für den 45-Jährigen. Cage gönnte sich eine Auszeit und flog nach Kenia.
Dort besuchte er in seiner Form als Friedensbotschafter für Drogen und Kriminalität der Vereinten Nationen somalische Piraten in einem Gefängnis. "Das ist das wärmste Gefängnis der Welt", sagte er nach seinem Besuch im Shimo-La-Tewa-Gefängnis in Mombasa und ließ dabei offen, ob er sich auf die Atmosphäre oder die schwülheißen Temperaturen an der kenianischen Küste bezog.
Cage ist aber auch nach Afrika geflogen, um nach den turbulenten Tagen Luft zu schnuppern. Genau das, was Cage jetzt braucht. Denn der erfolgreiche Star hat sechs Millionen Dollar Steuerschulden.
Samuel Levin erklärte, er habe bei seiner Einstellung im Jahr 2001 versucht, Cage zu warnen, dass er trotz hoher Gagen über seine Verhältnisse lebe. Der Schauspieler hätte jedes Jahr 30 Millionen Dollar verdienen müssen, um seinen Lebensstil finanzieren zu können. Sein ehemaliger Berater meinte hier sicherlich die Einkünfte nach Abzug der Steuern, schließlich hatte Cage laut Forbes-Magazin zuletzt ein geschätztes Jahreseinkommen in Höhe von 38 Millionen Dollar.
Er habe Cage auch vom Kauf des Schlosses Neidelstein in der Oberpfalz und einer Burg in England abgeraten. Der Exmanager rechnete vor, der Schauspieler habe allein im Jahr 2007 etwa 33 Millionen Dollar in Grundbesitz gesteckt sowie 22 Autos und fast 50 wertvolle Edelsteine erworben.
Zudem habe Cage erhebliche Summen für Urlaubsreisen seiner umfangreichen Entourage ausgegeben und kostspielige Partys geschmissen. Er habe dem Schauspieler vorgeschlagen, ein Dutzend seiner Autos und eine 1,6 Millionen Dollar teure Comic-Sammlung zu verkaufen.
Nur gut, dass Cage trotz seiner Pleite noch Freunde hat. Johnny Depp, der am Mittwoch zum "Sexiest Man Alive" gewählt worden war, versprach seinem Freund und Kollegen die volle Unterstützung."Ich gebe Dir alles, was Du brauchst", soll Depp nach einem Bericht des "National Enquirer" gesagt haben.
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