"Diva"-Gala in München: Stehende Ovationen für Schell und Redgrave
zuletzt aktualisiert: 25.01.2008 - 16:02München (RPO). Bei stehenden Ovationen und im Beisein vieler Stars aus der deutschen Film- und Fernsehbranche sind die Oscar-Preisträger Vanessa Redgrave und Maximilian Schell in München mit dem Deutschen Entertainment Preis (Diva) ausgezeichnet worden.
Redgrave, die 1978 für ihre Rolle als jüdische Widerstandskämpferin in "Julia" den wichtigsten Preis der Filmbranche erhielt, wurde ebenso wie ihr Ehemann und Kollege Franco Nero in die sogenannte Diva-Ruhmeshalle aufgenommen für ihre Leistungen, die nach Angaben des Entertainment Media Verlags "auf jeden Fall unvergessen" bleiben.
Dass sie beide an diesem Abend einen Preis erhielten, sei "besonders schön und lustig", sagte Redgrave am Rande der Gala im Deutschen Theater. Nero, der in den 60er Jahren als Westernheld Django berühmt wurde, freute sich darüber, dass er nach zahlreichen anderen Preisen nun im Besitz seiner ersten Trophäe aus Deutschland sei. "Das wird mir Glück bringen", betonte er.
Für sein Lebenswerk ging der "Lifetime Achievement Award" an Oscar-Preisträger Maximilian Schell. Er zeigte sich nach der Laudatio durch Moderator Thomas Gottschalk bescheiden: "In Deutschland gibt es so viele großartige Schauspieler und Schauspielerinnen, die alle so einen Diva-Preis verdienen. Manchmal wundere ich mich, dass man mich aussucht, aber ich bin sehr dankbar."
Insgesamt waren diesmal 14 Preise zu vergeben. In der Kategorie "Hall of Fame" wurde auch der einstige Ariola-Chef und Musikmanager Monti Lüftner mit einer Diva-Statuette geehrt. Zur Schauspielerin des Jahres erkor die Jury Nina Hoss, die 2007 in den Kinofilmen "Yella" und "Das Herz ist ein dunkler Wald" "brilliert" habe. Ihr Kollege Benno Fürmann erhielt die Diva als bester Schauspieler des Jahres für seine Rolle in Leander Haußmanns Komödie "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken".
Er sei mit jeder Faser seines Körpers Schauspieler, sagte Haußmann über seinen Hauptdarsteller. Für den TV-Hit "Die Flucht", den im März des letzten Jahres 21 Millionen Zuschauer auf der ARD sahen, gab es ebenfalls eine Auszeichnung, die Hauptdarstellerin Maria Furtwängler persönlich entgegen nahm.
Michael "Bully" Herbig nahm den Regiepreis für seine Komödie "Lissi und der wilde Kaiser" entgegen und zeigte sich - nach eigenen Worten aus gutem Grund - begeistert: "Ich bin das nicht gewohnt", rief er auf der Bühne. Bislang habe er meist Sonder- oder Publikumspreise erhalten, dies sei nun der erste Regiepreis seines Lebens.
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