Engagement für psychisch Kranke: Teresa Enke mit Leibniz-Ring geehrt
zuletzt aktualisiert: 08.12.2010 - 20:55Hannover (RPO). Für ihr mutiges Auftreten nach dem Tod ihres Ehemannes Robert ist Teresa Enke am Mittwochabend in Hannover mit dem Leibniz-Ring ausgezeichnet worden. Mit ihrem engagierten Einsatz habe die Witwe des ehemaligen Nationaltorwarts das Verständnis für psychische Krankheiten wachsen lassen, so die Begründung der Jury.
An der Verleihung nahmen rund 350 Gästen teil, darunter die Unternehmerin Maria-Elisabeth Schaeffler, NDR-Intendant Lutz Marmor und TV-Moderator Peter Hahne.
Einen Tag nach dem Suizid ihres Mannes berichtete Teresa Enke in einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz über die Krankheit ihres Mannes. Dieser Auftritt sei von "gewaltiger, über den Moment hinausreichender Bedeutung" gewesen, sagte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU). Teresa Enke setzt sich seit dem Tod ihres Mannes als Vorsitzende der Robert-Enke-Stiftung für die Bekämpfung von Depressionskrankheiten ein.
Enke sagte, sie sei "geehrt und wertgeschätzt" durch die Auszeichnung. Gleichzeitig sei sie aber "unendlich traurig". Ihr sei nicht bewusst gewesen, was sie mit den Sätzen bei der Pressekonferenz ausgelöst habe, es beruhige sie aber, dass sie anderen habe helfen können. "Trotzdem werde ich nie sagen können: 'Robbies Tod hat einen Sinn gehabt'", sagte sie den Tränen nahe.
"Mit Liebe geht das"
Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird jedes Jahr vom Presseclub Hannover verliehen. Frühere Preisträger waren unter anderem die Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi und Altbundespräsident Roman Herzog. Der Preis ist nach dem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz benannt worden, der lange Zeit in Hannover lebte und wirkte.
Die Gestaltung des Ringes wird jedes Jahr in einem Wettbewerb für Goldschmiede ausgeschrieben. Der diesjährige Ring besteht aus Silber und Gold und besitzt als Gravur einen Satz von Teresa Enke aus der Pressekonferenz: "Mit Liebe geht das".
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