Konzentration auf Karriere: Veronica Ferres will Privates außen vor lassen
zuletzt aktualisiert: 08.10.2009 - 14:35Hamburg (RPO). Die deutsche Schauspielerin Veronica Ferres will künftig stärker auf ihre Privatsphöre achten. Im Umgang mit den Medien wolle sie nicht mehr so viel von sich preis geben. Die Konzentration auf das Künstlerische sei wichtiger, so Ferres.
Schauspielerin Veronica Ferres (44) will das Private im Umgang mit den Medien künftig "außen vor" lassen. "Ich bin dauernd in Gefahr, zu viel von mir preiszugeben", sagte die 44-Jährige dem "Zeit"-Magazin. Sie wolle sich nur noch auf ihre künstlerische Arbeit konzentrieren.
Ferres sagte, sie könne Kollegen wie Götz George verstehen, die ins Ausland gegangen seien, weil in Deutschland ein Privatleben für sie nicht mehr möglich gewesen sei. "Mache ich einen Schritt, steht am nächsten Tag was über mich im Boulevard, mache ich keinen Schritt, steht auch was drin. Da kann ich machen, was ich will", klagte sie.
In ihrer neuen Partnerschaft mit dem Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer will Ferres zudem andere Prioritäten setzen: "Um einem Partner auf Augenhöhe begegnen zu können, werde ich nie wieder Geschäftliches und Privates vermischen. Auch jetzt, wenn wir Essen gehen, zahlt mal der eine, mal der andere. Es wird da nie mehr eine Vermengung geben." Über das Ende ihrer Beziehung zu ihrem Noch-Ehemann Martin Krug sagte sie: "Sicherlich haben wir uns zu sehr um die Bedürfnisse anderer gekümmert und zu wenig um unsere eigenen."
In ihrer Rolle als Schirmherrin des Vereins Power-Child, der von Krug gegründet wurde, sei ihr der Umgang mit den Medien "entglitten". Für ihr Engagement bei dem Präventionsnetzwerk gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen habe sie, was Beruf und Image anbelange, einen hohen Preis bezahlt: "Durch meinen Einsatz dort habe ich mich sicherlich überfordert und abgenutzt." Ferres sagte: "Wenn wer was spenden wollte, wurde doch als Gegenleistung oft meine Anwesenheit erwartet." Sie selbst habe das Thema durch ihr Engagement zudem öffentlich machen wollen. Irgendwann habe sie dann nicht mehr gewusst, wo ihr der Kopf stehe. Im Juni hatte Ferres die Schirmherrschaft abgelegt.
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